Heizölpreise um 0,5 Cent/Liter gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Vor dem Wochenende gaben die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler im bundesweiten Durchschnitt um 0,5 Cent/Liter nach. Damit sind die Preise für Heizöl, bei einer Bestellung von 2.000 Litern, mit 49,79 €uro pro 100 Liter Heizöl aktuell wieder unter die 50-Cent-Marke gefallen. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren heute lediglich in Baden-Württemberg und Bayern leichte Preisanstiege zwischen 0,1 und 0,4 Cent/Liter zu verzeichnen. In allen anderen Bundesländern gingen die Heizölpreise zurück. Die kräftigsten Preisnachlässe entfielen mit rund einem Cent je Liter auf die die tanke-günstig Partnerhändler in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, wo die Heizölpreise um 0,7 Cent/Liter nachgaben.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die Rohölpreise haben am Donnerstag zunächst an ihre Vortagesgewinne angeknüpft, sind dann aber am Nachmittag massiv unter Druck geraten. Daher gab die europäische Leitsorte auf den heutigen Freitag um merkbare 1,2 $/b nach und stand am Morgen bei 46,2 Dollar/Barrel. US-Rohölsorte WTI zeigte sich stabiler, ging dennoch um 0,3 $/b zurück und wurde somit am Freitagmorgen bei 44,6 Dollar/Barrel gehandelt. Neben den Ölnotierungen fiel vor allem auch der Kurs von Gasöl, dem an der Börse gehandelten Vorprodukt von Heizöl, mit 402 Dollar/Tonne auf den niedrigsten Stand seit gut 10 Wochen. Der Gasöl-Kurs ist zwar noch weit von seinem, im Januar dieses Jahres erreichten Langzeittief in Höhe von 249 Dollar/Tonne entfernt, ist aber seit Anfang Juni um rund 10 Prozent gefallen.

Einen eindeutigen Faktor für den gestrigen Preisrückgang gab es zwar nicht, insgesamt dominiert am Ölmarkt zurzeit aber die Aussicht auf eine wieder wachsende Überversorgung, gepaart mit den zurzeit extrem gut gefüllten globalen Öllagern. Diese Grundstimmung hat in den letzten Tagen dazu geführt, dass sich spekulative Anleger aus dem Ölmarkt zurückgezogen haben und hat gestern wohl auch eine Gegenbewegung zu den Preisanstiegen vom Vortag und vom Donnerstagvormittag ausgelöst.

Zuvor hatte besonders die Nordsee-Ölsorte BRENT mit deutlichen Gewinnen auf die neuen US-Öllagerdaten reagiert, obwohl der Rückgang der gesamten Öllager mit 1,5 Mio. Barrel bzw. 0,16 Prozent gering ausgefallen war. Außerdem sind die Lagerbestände an Rohöl in den letzten Wochen zwar zurückgegangen, dieser Abbau ist aber zu weiten Teilen auf eine deutlich gestiegene Rohölverarbeitung zurückzuführen. Da am Ölmarkt zurzeit bereits von einem Überangebot bei den weiterverarbeiteten Ölprodukten (Heizöl, Diesel und Benzin) gesprochen wird, kann davon ausgegangen werden, dass die Raffinerien bald weniger Rohöl verarbeiten werden, was dann auch wieder zu steigenden Rohöllagern und sinkenden Ölpreisen führen wird.

Aussicht und Empfehlungen

An den globalen Rohstoffmärkten ist weiterhin eine hohe Volatilität feststellbar. Dies führt dazu, dass die Ölnotierungen auch immer mal wieder die Aufwärtsrichtung einschlagen. Insgesamt weisen die Ölpreise im Juli aber eine sinkende Tendenz auf, was auch die Heizölpreise in den vergangenen Wochen hat fallen lassen. Insgesamt befinden sich die Heizölpreise aktuell in einer interessanten Phase für eine frühzeitige Winterbevorratung. Dementsprechend zeigt sich auch die Nachfrage in den letzten Wochen spürbar belebt.

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