Heizölpreise um 0,3 ct/l gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach den deutlichen Anstiegen in der bisherigen Woche gaben die Heizölpreisen am Donnerstag im bundesweiten Durchschnitt um 0,3 Cent/Liter nach. Regional zeigte sich jedoch wieder ein ganz unterschiedliches Bild. So sanken die Heizölpreise in der Hälfte der Bundesländer teilweise deutlich und in der anderen Hälfte waren zum Teil deutliche Preisanstiege zu verzeichnen. Mit 0,8 bis 0,9 ct/l entfielen die größten Preisanstiege auf Brandenburg, Berlin, Sachsen und Thüringen. Die stärksten Preisrückgänge waren mit gut 1,3 ct/l in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein feststellbar.

Die europäische Leitsorte BRENT gab auf den heutigen Donnerstag um 0,9 $/b und stand am Morgen bei 67,4 Dollar/Barrel. Nun muss sich zeigen ob dieser Rückgang ausgeweitet werden kann oder ob der Preisnachlass, wie zuletzt stets zu beobachten, von den Marktteilnehmern als Kaufgelegenheit erachtet wird und die Rohölpreise somit zum Wochenschluss wieder anziehen werden. Zwar würde die weiterhin preisdrückende Überversorgung des Weltölmarktes für einen weiteren Abgang sprechen, da die Rohölnotierungen derzeit jedoch stark spekulativ getrieben sind, ist auch ein Anstieg nicht ausgeschlossen. Gestern bestätigte das amerikanische Energieministerium (DOE), dass die US-Rohölvorräte zum ersten Mal seit 17 Wochen gefallen sind. Mit einem Rückgang der gesamten US-Öllager (Rohöl, Heizöl, Diesel und Benzin) von rund zwei Mio. Barrel sollte der Preiseinfluss dieser Nachricht jedoch sehr gering sein. So muss man den leichten Rückgang vor dem Hintergrund der Entwicklung der US-Öllager in den letzten 12 Monaten sehen. Vor genau einem Jahr betrug der Lagerbestand in Summe 725 Mio. Barrel, nach dem gestrigen Rückgang beläuft sich der aktuelle Lagerbestand auf knapp 846 Mio. Barrel. Am Devisenmarkt konnte der €uro erneut von schwachen US-Konjunkturdaten profitieren. Dieses mal enttäuschten die Zahlen vom viel beachteten US-Arbeitsmarkt, was den €uro gegen den Dollar auf den höchsten Stand seit Februar klettern ließ.

Die Nachfrage der Heizöl-Verbraucher ist weiterhin belebt und der heutige Preisrückgang steigert das Interesse weiter. Auch wenn ein weiterer Rückgang alles andere als Sicher ist, so empfehlen wir aktuell mit einer Bestellung zu warten und sich die Entwicklungen bis morgen anzuschauen. Wenn die Rohölpreise wieder anziehen, so bietet sich ein Heizölkauf an, weil dann davon ausgegangen werden muss, dass die Rohölpreise weiter spekulationsgetrieben gestützt werden. Sollte sich jedoch eine größere Anzahl von Anlegern zurückziehen, so könnten die Rohöl- und Heizölpreise im Mai sogar kräftiger nachgeben.

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