Heizölpreise um 0,3 ct/l gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zur Wochenmitte gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um 0,3 Cent/Liter nach. Auch regional waren zumeist Preisrückgänge feststellbar. In den sechs Bundesländern, in denen die Heizölpreise stiegen, fiel der Anstieg sehr gering aus und lag maximal bei gut 0,1 ct/l. In den den zehn Bundesländern, in denen die Heizölpreise zurückgingen, waren hingegen teilweise deutliche Preisrückgänge zu verzeichnen. Am stärksten fielen die Heizölpreise mit 0,5 bis 0,7 ct/l in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen.

Die Heizölpreise konnten heute von einer sprunghaften Erholung des €uro gegen den Dollar profitieren. Denn gestern geriet der Dollar aufgrund von mäßigen US-Wirtschaftszahlen unter Druck, so dass der €uro bei stabilen EU-Konjunkturdaten zulegen konnte. Am Ölmarkt halten die Rohölnotierungen, trotz weiterhin bestehender Überversorgung und einem zu erwartenden Rückgang der chinesischen Ölnachfrage, an ihrem leichten Aufwärtstrend der letzten Tage fest. Gestützt werden die Preise durch einen möglichen Anstieg der US-Öllagerbestände und der Annahme, dass die US-Ölfördermengen in den kommenden Wochen zurückgehen werden. Denn in den USA gibt es erste Anzeichen, dass sich die niedrigen Ölpreise nun auf die Schieferölförderung auswirken. Zudem scheint Öl derzeit eine attraktive Anlageoption an den Börsen zu sein, was durch den technisch bedingten Handel unterstützt wird. So legte die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Mittwoch um weitere 0,6 $/b zu und stand am Morgen bei 59 Dollar/Barrel.

In den kommenden Tagen besteht weiterhin die Gefahr, dass versucht wird einen nachhaltigen Preisanstieg an den Börsen etablieren. Denn trotz preisdrückender Fudamentaldaten ist die Stimmung an den Börsen tendenziell bullisch. Sollte das DOE heute Abend den Rückgang der US-Öllager bestätigen, so wird dies Wasser auf die Mühlen der preistreibenden Stimmung sein. Da nach der gestrigen Erholung des €uro auch vom Devisenmarkt keine preismildernden Effekte zu erwarten sind, ist nicht auszuschließen, dass die Heizölpreise morgen wieder anziehen werden. Die Nachfrage der Verbraucher befindet sich aufgrund der zuletzt gestiegenen Heizölpreise und den fast sommerlichen Temperaturen auf niedrigem Niveau.

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