Heizölpreise um 0,3 ct/l gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Am heutigen Dienstag gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um 0,3 Cent/Liter nach. Bei der regionalen Betrachtung war ebenfalls ein flächenddeckender Rückgang feststellbar. Am geringsten fielen die Preisnachlässe mit bis zu 0,1 ct/l im Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt aus. Die deutlichsten Preisnachlässe entfielen mit 0,4 bis 0,5 ct/l auf Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

Weiterhin suchen die Rohölpreise nach einer neuen Richtung. Auf der einen Seite besteht auf dem Weltölmarkt weiterhin ein Überangebot, was sich durch Förderkürzungen nicht auflösen wird. Auf der anderen Seite bleiben Investitionen in neue Förderprojekte aus, so dass im zweiten Halbjahr mit einem Rückgang des Angebots gerechnet werden kann. Diese Aussicht wurde jedoch in den vergangenen sechs Wochen deutlich eingepreist, so dass an den Finanzmärkten nun abgewartet wird, ob der jüngste Anstieg der Rohölpreise bereits der Beginn einer längerfristigen Trendwende oder doch verfrüht und zu deutlich ausgefallen ist. So könnte es in den kommenden Tagen zu einer Korrektur der Rohölpreise nach unten kommen. In den ersten beiden Tagen dieser Woche gaben die Rohölpreise bereits nach, so dass BRENT heute wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 60 $/b gefallen ist. Denn die europäische Leitsorte gab auf Dienstag um 1,8 $/b nach und wurde somit am Morgen bei 58,5 Dollar/Barrel gehandelt. Am Devisenmarkt gab der €uro zuletzt etwas nach. Insgesamt zeigt sich das Dollar-€uro-Verhältnis in den vergangenen Tagen jedoch recht stabil und beeinflusste die Heizölpreise somit kaum.

Trotz der zuletzt rasant gekletterten Heizölpreise befindet sich die Nachfrage auf einem normalen Niveau. Viele Verbrauchern sind durch den spekulationsgetriebenen Aufwärtstrend der letzten Wochen verständlicherweise verunsichert und auch weiterhin ist nicht klar, ob sich der Anstieg weiter fortsetzen könnte oder die heutigen Preisrückgänge eine Trendwende einleiten. Es keimt jedoch Hoffnung auf, dass sich der Rohölmarkt wieder auf die Fundamentaldaten besinnt und die Rohöl- und Heizölpreise in den kommenden Tagen weiter nachgeben könnten.

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