Heizölpreise um 0,3 Cent/Liter gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach dem gestrigen kleinen Anstieg der Heizölpreise, war auf den heutigen Freitag wieder ein leichter Preisrückgang zu verzeichnen. Im bundesweiten Durchschnitt gingen die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändlern um gut 0,3 Cent/Liter zurück, so dass die Heizölpreise in Summe in den letzten beiden Tagen weiter nachgegeben haben. Bei der regionalen Betrachtung zeigte sich hingegen wieder ein differenzierteres Bild. Während die Heizölpreise in Brandenburg, Berlin, Bayern, Sachsen und Thüringen um 0,3 bis 0,7 ct/l geklettert sind, gaben die Preise in allen anderen Bundesländern teilweise deutlich nach. Die kräftigsten Preisrückgänge entfielen mit 0,8 bis 0,9 Cent/Liter auf Bremen, Hessen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Am gestrigen Handelstag zogen die Rohölpreise im frühen Handel zunächst wieder an, um dann erneut im weiteren Tagesverlauf spürbar nachzugeben. Weiterhin lasten das weltweite Überangebot an Rohöl und Sorgen über die  Ölnachfrage, momentan vor allem ausgehend vom schwachen Wirtschaftswachstum in China, auf den Ölpreisen. Besonders die US-Sorte WTI steht hierbei zurzeit unter Druck, so dass diese gestern auf ein neues 6,5-Jahres-Tief zurückfiel. Aber auch die europäische Leitsorte BRENT bewegt sich auf die Rekord-Niedrigwerte von Januar diesen Jahres zu. So gab BRENT, nach dem gestrigen Anstieg, heute wieder um 0,7 $/b nach und notierte am Freitagmorgen bei 49,2 Dollar/Barrel. Trotz stabiler US-Wirtschaftsdaten konnte der €uro zuletzt gegen den Dollar zulegen. Ein Grund hierfür ist die Annahme, dass die FED ihre Leitzinserhöhung doch nicht mehr in diesem Jahr vornehmen könnte, da eine Zinswende den Dollar weiter stärken würde und somit den US-Export schwächen könnte. Diese Vermutungen wurden besonders vor dem Hintergrund der letzten Abwertungen des Yuan befeuert.

Die Heizöl-Nachfrage zeigt sich weiterhin belebt. Viele Verbraucher nutzen die aktuell günstigen Heizölpreise für eine frühzeitige Winterbevorratung. Bei den zurzeit extrem niedrigen Ölpreisen besteht unterschwellig immer ein Risiko, dass Börsenhändler in Wetten auf steigende Ölpreise einsteigen. Fraglich ist hierbei lediglich wann es zur nächsten "Erholung" der Rohölpreise kommen wird. Vorerst könnten sich die Rohölpreise jedoch bei etwa 50 Dollar/Barrel oder leicht darunter stabilisieren. Wer etwas Risikofreude mitbringt, der sollte mit einer Bestellung noch warten und auf weiter sinkende Heizölpreise setzen. Kunden mit weniger Freude am Spekulieren finden derzeit aber auch einen der besten Kaufzeitpunkte der vergangenen sechs Jahre vor.

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