Heizölpreise um 0,2 ct/l gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf Mittwoch legten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um 0,2 Cent je Liter zu. Regional zeigte sich ein sehr differenziertes Bild. So gingen die Heizölpreise in sieben Bundesländern zurück und in neun zogen sie teilweise kräftig an. Die deutlichsten Preisnachlässe waren mit rund 0,7 ct/l in Brandenburg und Berlin feststellbar. Die stärksten Preisanstiege entfielen mit 0,9 bis 1,0 ct/l auf Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Obwohl es am gestrigen Handelstag keine impulsgebenden neuen Fundamentaldaten gegeben hat, zogen die Rohölpreise gestern an. Der Grund hierfür ist eine zumeist technisch bedingte Gegenbewegung, welche bei der Unterschreitung der 50 $/b-Marke einsetzte. Die Gegenbewegung hätte stärker ausfallen können, wenn der gestern zulegende Dollarkurs nicht auf die Ölnachfrage im Euroraum gedrückt hätte und somit den Anstieg der europäischen Leitsorte BRENT gedämpft hätte. BRENT legte dennoch auf Mittwoch um 0,8 $/b zu und wurde am Morgen bei 50,5 Dollar je Barrel gehandelt. Ein weiterer Faktor für die anziehenden Ölpreise waren die kräftigen Kursgewinne an den chinesischen Börsen. Trotz des weiterhin bärischen Marktumfeldes, mit einem deutlich stärker steigendem Angebot als es die Nachfrage hergibt, könnten sich die Rohölpreise vorerst auf dem aktuellen Preisniveau stabilisieren. Am Devisenmarkt musste der Euro gegenüber der Ölwährung Dollar gestern deutliche Verluste hinnehmen. Stimmen aus der US-Notenbank FED bekräftigten gestern erneut eine Leitzinsanhebung bereits im September vornehmen zu wollen. Sollte die US-Zinswende wirklich so früh kommen, dann wird der €uro massiv unter Druck geraten.

Bei der aktuellen Lage am Ölmarkt könnten die Rohölpreise bei etwa 50 Dollar je Barrel ein realistisches Preisniveau erreicht haben. Hier könnten sich die Preise nun stabilisieren oder zumindest nicht mehr erheblich fallen. Anders sieht es beim €urokurs aus, der in den kommenden Wochen wohl weiter gegen den Dollar nachgeben wird. Daher ist in den nächsten Tage tendenziell eine Seitwärtsbewegung der Heizölpreise zu erwarten. Weiterhin finden Verbraucher derzeit einen sehr gute Zeitpunkt für eine Heizölbestellung vor und die Nachfrage ist entsprechend rege.

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