Heizölpreise über die Feiertage geklettert

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise sind nach den Weihnachtsfeiertagen mit Aufschlägen in die letzte Woche des Jahres gestartet. Im Vergleich zum 23.12.2015 war heute im bundesweiten Durchschnitt ein Anstieg um 0,6 Cent/Liter zu verzeichnen, so dass die Heizölpreise aktuell bei 45,4 Cent/Liter stehen. Auch regional waren in fast allen Bundesländern Preisanstiege feststellbar. Lediglich im Saarland gingen die Heizölpreise um 0,1 Cent/Liter zurück. Die kräftigsten Preisanstiege waren bei den tanke-günstig Partnerhändler in Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu verzeichnen, wo die Heizölpreise um 1,1 bis 1,4 Cent/Liter kletterten.

Entwicklungen am Ölmarkt

Zum Start der erneut verkürzten Handelswoche sind die Rohölpreise gefallen. Da vor den Weihnachtsfeiertagen jedoch ein deutlicherer Anstieg zu verzeichnen war, kletterte die europäische Leitsorte BRENT in Summe um 0,6 $/b nach und wurde am Montagvormittag bei 37,1 Dollar/Barrel gehandelt. Auch die US-Sorte WTI wurde insgesamt höher gehandelt, so dass WTI noch vor Jahresschluss mit 37,2 Dollar/Barrel am heutigen Vormittag erwartungsgemäß teurer geworden ist als BRENT.

Aktuell stützt besonders der jüngste Rückgang der US-Öllager die Rohölpreise. So verkündete das amerikanische Energieministerium DOE vor Weihnachten einen spürbaren Rückgang der Rohöllager um 5,9 Mio. Barrel. Da die Bestände der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) in Summe nur um 0,4 Mio. Barrel zulegten, war insgesamt ein Rückgang der US-Öllager in Höhe von 5,5 Mio. Barrel zu verzeichnen.

Da sich das Jahr nun schnell dem Ende entgegen neigt, schauen die meisten Händler bereits vermehrt auf das kommende Jahr. Hier wird zu Beginn mit weiterem Preisdruck gerechnet, sobald der Iran wieder vollumfänglich auf den Ölmarkt zurückkehren und seine Ölexporte ausweiten wird. Zuletzt machte der iranische Ölminister Bijan Namadar Zanganeh wieder deutlich, dass der Iran nach der Aufhebung der Sanktionen seine Rohölexporte rasch steigern wolle. Dann sollen die täglichen Ölexporte innerhalb von einer Woche um 0,5 Mio. Barrel erhöht werden. Außerdem werden ab 2016 auch die USA wieder als Rohölexporteur aktiv werden, was aufgrund der enorm gut gefüllten Rohöllager ebenfalls zu einem weiteren Angebotsschub führen kann. Insgesamt sind die Aussichten für das erste Halbjahr am Ölmarkt daher gedämpft und die Ölpreise werden wohl weiter unter Druck bleiben. Allerdings ist der Ölmarkt auch immer für Überraschungen gut und spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2016 könnte sich die Lage drehen.

Aussicht und Empfehlungen

Weiterhin liegt ein guter Bestellzeitpunkt für Heizöl vor, denn mit im Mittel 45,4 Cent/Liter kann zurzeit sehr günstig ein Heizölvorrat angelegt werden. Insgesamt bleibt die Stimmung am Ölmarkt jedoch weiterhin gedrückt, so dass ein Rückgang der Ölpreise in den nächsten Wochen nicht ausgeschlossen ist. Wer Freude am Spekulieren hat, der kann daher zurzeit auf einen, wenn auch wohl nicht sehr deutlichen Preisrückgang setzten. Ansonsten bieten sich die Tage zwischen den Feiertagen gut für eine Online-Heizölbestellung an.

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