Heizölpreise stiegen zum Wochenausklang an

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise gestern noch leicht nachgaben, stiegen sie auf den heutigen Freitag im bundesweiten Durchschnitt um 0,4 Cent je Liter an. Regional zeigt sich ebenfalls ein flächendeckender Rückgang. Lediglich in Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt blieben die Heizöpreise stabil und in Baden-Württemberg sanken sie sogar um 0,4 ct/l. In allen anderen Bundesländern stiegen die Heizölpreise hingegen um 0,1 bis 0,7 ct/l. Spitzenreiter bei den Preisanstiegen waren heute Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

Gestern übte eine Nachricht, dass die OPEC keine Kürzungen ihrer Förderquoten vornehmen wird, Druck auf die Rohölnotierungen aus. Das Kartell will erst in den Markt eingreifen, wenn die Preis unter 70 $/b sinken. Ansonsten rechnet man bei der OPEC im kommenden Jahr mit einem Anstieg der Rohölpreise, da teure Fördermethoden von Weltölmarkt verschwinden werden und somit das Angebot sinken wird. Allerdings geht die OPEC in ihrem gestern vorgelegten Jahresbericht in Zukunft von einem Rückgang der Nachfrage nach OPEC-Rohöl aus, da andere Wettbewerber aus Nicht-OPEC-Ländern, auf den Markt drängen. Auf Freitag gab die europäische Leitsorte BRENT um gut 0,6 $/b und stand am Morgen bei 82,4 Dollar je Barrel. Da die EZB aus Angst vor einer möglichen gestern weitere unkonventionelle Maßnahmen ankündigte, gab der €uro gegen den Dollar deutlich nach. Dieser Währungsverlust sorgte dafür, dass die Rohölpreisnachlässe nicht bei den hiesigen Heizölpreisen ankamen.

Die Heizöl-Nachfrage ist spürbar zurückgegangen. Viele Verbraucher zeigen zwar Interesse an den Heizölpreisen, mit Bestellungen halten sie sich jedoch zurück, da auf sinkende Heizölpreise spekuliert wird. Allerdings sollte man sich auch bewusst sein, dass ist bei dem aktuell sehr niedrigen Preisniveau nicht viel Spielraum nach unten ist. Besonders die neuen Entwicklungen am Devisenmarkt könnten Preisrückgänge verhindern. Aber auch die Rohölpreise stoßen an Widerstandlinien, die trotz des aktuellen Preiskampfes am Weltölmarkt immer schwerer zu durchbrechen sind. Wenn die Heizölpreise in den kommenden Tagen überhaupt nachgeben werden, dann kann nicht mit erheblichen Preisrückgängen gerechnet werden.

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