Heizölpreise setzen Talfahrt weiter fort

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Bei einem stabilen €uro-Dollar-Wechselkurs und weiter fallenden Rohölpreisen, setzen heute auch die Heizölpreise ihre Talfahrt weiter fort. Im bundesweiten Durchschnitt war ein weiterer Rückgang um rund 0,7 Cent/Liter zu verzeichnen, so dass die Heizölpreise mit im Mittel 41,8 Cent/Liter auf ein neues Zwölf-Jahres-Tief fielen. Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung zeigte sich in fast allen Bundesländern das gleiche Bild. Abgesehen von Nordrhein-Westfalen, wo die Heizölpreise gestern bereits gestern deutlich gefallen waren und heute um 0,1 ct/l zulegten, waren in allen Bundesländern Preisrückgänge zu verzeichnen. Auch die Bandbreite der Preisnachlässe lag mit 0,7 bis 1,1 Cent/Liter eng beieinander. Am günstigsten kann Heizöl heute erneut bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Hamburg bestellt werden, denn hier fielen die Heizölpreise mit durchschnittlich 39,32 €uro pro 100 Liter deutlich unter die 40-€uro-Marke.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die Jagd nach neuen Rekordtiefstständen am Ölmarkt geht weiter. Sowohl die US-Sorte WTI wie auch die Nordsee-Sorte BRENT befinden sich derzeit wieder im freien Fall. Beide Rohöl-Sorten notierten am Dienstagmorgen mit 30,4 Dollar/Barrel knapp über der 30-Dollar-Marke, nachdem sie gestern um 1,9 bzw. 2,1 $/b gefallen waren. Damit befinden sich die Rohölpreise mittlerweile auf dem tiefsten Stand seit rund zwölf Jahren. Auch andere Rohstoffwerte, wie das börsengehandelte Heizöl-Vorprodukt Gasöl, markierten neue Rekordtiefs. So wurde Gasöl am heutigen Dienstagmorgen unter 300 Dollar/Tonne gehandelt.

Weiterhin lastet das weltweit hohe Angebot an Rohöl auf den Preisen. Zudem gehen hochrangige Politiker und daher auch die meisten Analysten am Ölmarkt davon aus, dass es nur noch eine Frage von wenigen Tagen oder Wochen ist bis die westlichen Sanktionen gegen den Iran endgültig aufgehoben werden und der Iran wieder vollständig auf den Weltölmarkt zurückkehren wird. Trotz der Überversorgung des Weltölmarktes, ist es das Ziel des Iran seine Exporte sofort massiv zu steigern um so schnell wie möglich wieder zum zweitgrößten Ölexporteur innerhalb der OPEC aufzusteigen.

Neben dem steigenden Überangebot an Rohöl sorgt weiterhin auch die Verunsicherung über die Wirtschaftsentwicklung in China für einen beschleunigten Verfall der Ölpreise. Obwohl die chinesischen Aktienmärkte erneut kräftige Einbußen zu verzeichnen hatten und nur noch knapp über den Tiefständen vom August vorigen Jahres liegen, wertete Chinas Notenbank die chinesische Währung Yuan gestern den zweiten Tag in Folge auf. Ein €uro ist somit nun 7,17 Yuan wert. Im Vergleich zur Ölwährung Dollar hält sich der €uro weiterhin stabil bei knapp 1,09 Dollar/€uro.

Aussicht und Empfehlungen

Nach der zuletzt sehr hohen Nachfrage teilen sich die Heizöl-Verbraucher derzeit zunehmend in zwei Lager. Eine Seite geht kein Risiko ein und nutzt das sensationell günstige Preisniveau für eine Heizölbestellung. Auf der anderen Seite ist aber auch eine steigende Anzahl von Verbrauchern erkennbar, die ein noch besseres Schnäppchen wittern und die Preisentwicklung eng verfolgen. Diese Gruppe sollte heute besonders aufmerksam sein, denn wenn die Rohölpreise im Tagesverlauf die psychologisch wichtige Marke von 30 Dollar/Barrel unterbieten, dann kann es zu einer Gegenreaktion kommen, die zunächst steigende Ölpreise zur Folge hat.

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