Heizölpreise sanken um weitere 0,7 Cent/Liter

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zur Wochenmitte gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,7 Cent/Liter nach. Auch regional fielen die Preisrückgänge sehr einheitlich aus. So gaben die Heizölpreise in allen Bundesländern in einer Bandbreite von 0,5 bis 1,0 ct/l nach. Die größten Preisnachlässe entfielen hierbei mit 0,9 bis 1,0 ct/l auf Baden-Württemberg, Bayern und das Saarland. Die geringsten Preisnachlässe waren mit gut 0,5 ct/l in Brandenburg und Berlin feststellbar.

Zwar besteht weiterhin eine Überversorgung auf dem Weltölmarkt, die Öllager in den USA steigen von Woche zu Woche auf immer höhere Rekordstände an und die globale Nachfrage schwächelt aufgrund von mäßigen Konjunkturaussichten, dennoch wird an den Börsen die Aussicht auf einen wohl in weiter Zukunft liegenden Angebotsrückgang am Weltölmarkt gehandelt. Vor dem Hintergrund ausbleibender Investitionen in neue US-Ölförderprojekte darf die Frage gestellt werden warum die Rekordniedrigzinsen und die expansive Geldpolitik der Notenbanken nicht genutzt wird um diese Investitionslücke zu schließen. Stattdessen wird das billige Geld genutzt um an den Finanzmärkten zu spekulieren. Und passender Weise wird genau darauf spekuliert, dass eben nicht in die Realwirtschaft investiert wird, was die Rohölpreise und die Gewinne der Börsenakteure steigen lässt. Zudem bleiben lediglich in den USA die Investitionen aus, in ölreichen und wichtigen OPEC-Ländern wird weiterhin in die Erschließung neuer Ölfelder investiert. In einem solchen Marktumfeld sollten Preisanstiege eigentlich kaum umsetzbar sein. Dennoch kletterte die europäische Leitsorte BRENT gestern wieder um 0,2 $/b und stand am Morgen bei 58,8 Dollar je Barrel. Am Devisenmarkt konnte der €uro von der vorläufigen Verlängerung des europäischen Hilfsprogramms für Athen profitieren und legte leicht zu.

Trotz des nun höheren Preislevels ist die Nachfrage nach Heizöl vorhanden, zeigt sich aber von der ruhigeren Seite. Viele Verbraucher hoffen derzeit auf weiter sinkende Heizölpreise. Dies wäre bei der aktuellen Marktlage auch möglich, eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht.

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