Heizölpreise sanken um knapp 1,2 Cent/Liter

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise gestern bereits leicht nachgegeben hatten, war auf den heutigen Donnerstag eine weiterer kräftiger Preisrückgang zu verzeichnen. Im bundesweiten Durchschnitt gingen die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändlern um weitere knapp 1,2 Cent/Liter zurück. Auch bei der regionalen Betrachtung war in allen Bundesländern ein flächendeckender Preisrückgang in ähnlicher Höhe feststellbar. Gleich in acht Bundesländern gaben die Preise bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl um 1,1 ct/l nach. Der geringste Preisnachlass entfiel mit rund 1,0 ct/l auf Bayern, die deutlichsten Rückgänge der Heizölpreise konnten mit knapp 1,4 ct/l in Hessen und dem Saarland festgestellt werden.

Obwohl es am gestrigen Handelstag lange so aus sah als ob die Rohölpreise wieder anziehen würden, drehten sie im späten Handel deutlich ins Minus. Daher verzeichnete die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Donnerstag in Summe einen Rückgang um weitere 1,6 $/b und stand somit am Morgen bei 62,5 Dollar/Barrel. Als Grund für die nachgebenden Ölnotierungen wurde wieder der starke Dollar genannt, aber auch die Aussicht auf wieder gestiegene US-Rohöllager und eine Ausweitung der Ölexporte des gewichtigen OPEC-Mitglieds Irak setzten die Ölpreise unter Druck. Wie bereits gestern sieht es auch heute im frühen Handel wieder nach einer Gegenbewegung als Reaktion auf die Preisnachlässe aus. Allerdings agieren Trader zurzeit eher zurückhaltend, was für eine Abkehr von der zuvor bullische Stimmung am Ölmarkt spricht. Am Devisenmarkt hat sich der €uro gegen die Ölwährung US-Dollar weiter stabilisiert, so dass von dieser Seite kein preissteigernder Einfluss auf die Heizölpreise kam.

Die Heizöl-Nachfrage ist im Wochenverlauf spürbar zurückgegangen. Viele Verbraucher halten die Preisbewegungen im Auge und spekulieren auf sinkende Heizölpreise. Da die ansonsten in den letzten Wochen übliche Gegenbewegung am Rohölmarkt gestern ausblieb, keimt auch bei uns wieder die Hoffnung auf nachgebende Heizölpreise auf. Sollte auch bis zum Wochenschluss noch keine preisstiegernde Reaktion an den Ölbörsen erfolgen, so kann dies als Zeichen für einen Stimmungswechsel gewertet werden. In diesem Fall sollte man mit einer Bestellung noch warten und auf die Ausbildung eines Preistals in den kommenden Wochen zu setzen.

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