Heizölpreise sanken um gut 0,4 ct/l

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf Dienstag gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um über 0,4 Cent/Liter nach. Auch regional waren in allen Bundesländern flächendeckend Preisrückgänge feststellbar. Die geringsten Preisnachlässe entfielen mit rund 0,2 ct/l auf Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Die deutlichsten Rückgänge der Heizölpreise waren in Brandenburg, Berlin und Bayern mit 0,6 bis 0,7 Cent/Liter zu verzeichnen.

Am Ölmarkt sind die Rohölpreise auf den heutigen Dienstag zum ersten Mal seit fast zwei Wochen gefallen. So gab die europäische Leitsorte BRENT um weitere 0,9 $/b nach und notierte am Dienstagmorgen bei 63,2 Dollar/Barrel. Zwar fiel der Rückgang recht verhalten aus, dennoch könnte dies der Anfang der von vielen Experten erwarteten Korrektur des zuletzt übertriebenen Preisanstieges sein. Sicher ist dies jedoch nicht, da die Stimmung an den Börsen noch nicht umgeschlagen ist und weiterhin nach Anlagemöglichkeiten gesucht wird. Auch wenn sich Finanzanleger nicht immer an den Fundamentaldaten orientieren, so würden diese ganz eindeutig für einen Rückgang der Rohölpreise sprechen. So hat der Einbruch der US-Ölbohrungen bisher nicht zu einem Rückgang der Fördermengen geführt und muss dies in den kommenden Monaten auch nicht zwingend tun. Denn beim Einsatz von Fracking im US-Gasmarkt ging die Anzahl der Bohranlagen vor Jahren ebenfalls stark zurück ohne dass das geförderte Gasfördervolumen gleichermaßen zurückging. Zudem hat OPEC-Leader Saudi-Arabien seine Ölförderung zuletzt erneut ausgeweitet und neben Saudi Arabien kämpfen weitere Produzenten, wie z.B. Russland oder der bald auch der Iran, um Marktanteile am Weltölmarkt.

In den kommenden Tagen besteht daher die Möglichkeit, dass es an den Börsen zu einer Korrektur der zuletzt massiv angestiegenen Rohölpreise kommt. Wenn dies eintreten sollte und die Rohölpreise gewisse Preisgrenzen nach unten druchbrechen, dann werden besonders die spekulativen Finanzanleger abspringen und somit für eine Verstärkung des Preisrückgangs sorgen. Da der letzte Preisanstieg nahezu unbegründet und sehr deutlich ausfiel, halten wir dieses Szenario für realistsch und raten Heizölkunden daher auf wieder fallende Heizölpreise zu setzen.

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