Heizölpreise sanken deutlich

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenschluss gaben die Heizölpreisen im bundesweiten Durchschnitt um erfreuliche 0,8 ct/l nach. Auch regional war in allen Bundesländern ein flächendeckender Preisrückgang festzustellen. Mit 0,4 bis 0,6 ct/l fielen die Preisnachlässe der tanke-günstig Partnerhändler in Bayern und Nordrhein-Westfalen am geringsten aus. In Brandenburg, Berlin, dem Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gingen die Heizölpreise bei einer Bestellmenge von 2.000 Liter Heizöl hingegen um deutlichsten 1,1 bis 1,3 ct/l zurück.

Am gestrigen Handelstag war die Nachrichtenlage zwar wieder dünn, aber dies spielte nur eine untergeordnete Rolle, weil der zurzeit wichtigste preisbeeinflussende Faktor häufig keine Meldungen benötigt. Die in den letzten Tagen für Preisanstiege verantwortliche, bulllische Grundstimmung am Ölmarkt scheint an Rückhalt zu verlieren. Zumindest setzten gestern erste breitere Gewinnmitnahmen ein und sorgten so für einen deutlichen Rückgang der europäischen Leitsorte BRENT um knapp 2,1 $/b. Somit notierte BRENT am Freitagmorgen bei 65,4 Dollar/Barrel. Ein Grund für den Rückzug von Anlegern war der gestern wieder anziehende US-Dollar, denn ein stärkerer Dollar macht Rohöl in anderen Währungsräumen teurer, was das Kaufinteresse schmälert. Mit etwas Glück wird die anhaltende Überversorgung bei der Preisfindung am Ölmarkt nun nicht mehr komplett ausgeblendet. So will die OPEC ihre Produktion weiterhin auf dem aktuell hohen Niveau belassen oder sogar ausweiten, wenn der Iran mehr Öl auf den Markt bringt. Die aus OPEC-Sicht unerwartet hohen Ölpreise geben keinen Anlass zur Verringerung der Förderquoten. Und auch in den USA scheinen die Schieferöl-Förderunternehmen mit den aktuellen Ölpreisen auskömmlich wirtschaften zu können. Zwar werden immer weniger neue Quellen erschlossen, aber die vorhandenen Quellen können profitabel ausgebeutet werden. Es sieht daher so aus, als ob das Angebot auf dem Ölweltmarkt noch einige Zeit über der Nachfrage liegen wird. Am Devisenmarkt gab der €uro einen Teil seiner vorherigen Gewinne gegen den Dollar wieder ab. Der Grund hierfür waren guten Zahlen vom wichtigen US-Arbeitsmarkt, die den Dollar stützten.

Die Nachfrage der Heizöl-Verbraucher ist weiterhin belebt und der heutige Preisrückgang steigert das Interesse weiter. Auch wenn ein anhaltender Rückgang alles andere als Sicher ist, so empfehlen wir aktuell mit einer Bestellung zu warten und die Entwicklungen am Ölmarkt eng zu verfolgen. So könnte es nun tatsächlich zu der lang erwarteten und fast schon abgeschriebenen Down-Korrektur der Rohöl- und Heizölpreise kommen. Je länger die Phase der Preisnachlässe nun anhält desto mehr Spekulanten werden ihre Investitionen zurückziehen, was den Preisrückgang verstärken wird. Dies könnte uns in den kommenden Tagen wieder sehr attraktive Heizölpreise bringen.

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