Heizölpreise nahmen Talfahrt wieder auf

Auch der August startet mit weiteren Preisnachlässen am heimischen Heizölmarkt. So gaben die Heizölpreise zwischen Freitag- und Montagmorgen im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,4 Cent/Liter nach. Damit kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl, bei den tanke-günstig Partnerhändlern aktuell 46,63 €uro pro 100 Liter, was den tiefsten Stand seit über 14 Wochen darstellt.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren auf den heutigen Montag überwiegend Preisrückgänge zu verzeichnen. Lediglich im Saarland legten die Heizölpreise um 0,2 Cent/Liter zu und in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein verharrten die Preise auf dem Niveau von Freitag. In allen anderen Bundesländern gaben die Heizölpreise jedoch nach. Dabei entfielen die kräftigsten Preisnachlässe mit 0,8 bis 0,9 Cent/Liter auf die tanke-günstig Partnerhändler in Brandenburg, Berlin, Hessen und Sachsen-Anhalt.

Entwicklungen am Ölmarkt

Im gesamten Juli sind die Ölpreise stetig gefallen und in der zurückliegenden Woche hatte sich der Rückgang sogar noch spürbar beschleunigt. So waren die Ölnotierungen im Verlauf der vergangenen Woche auf die tiefsten Stände seit drei Monaten gefallen. Am Freitag sorgten dann jedoch schwache Signale von der US-Wirtschaft dafür, dass die Talfahrt der Ölpreise vorerst gestoppt wurde. So haben geringe Unternehmens-Investitionen das Wirtschaftswachstum der USA im Frühjahr belastet. Mit auf das Jahr hochgerechneten 1,2 Prozent bleibt das Bruttoinlandsprodukt der USA somit deutliche hinter den Erwartungen der Experten. In der Folge geriet der Dollarkurs am Devisenmarkt kräftig unter Druck, was den €uro auf knapp 1,12 Dollar/€uro klettern ließ.

Gestützt wurde der €uro gegen den Dollar zudem durch ein recht schwach ausgefallenes US-Konsumklima und einer im Juli gestiegenen Inflationsrate in der Eurozone. So waren die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 0,2 Prozent gestiegen. Laut Analysten könnte die Inflationsrate bis zum Jahreswechsel bei über einem Prozent liegen, dann dürfte auch bei der EZB die Debatte um Deflationsgefahren und womöglich auch die expansive Geldpolitik langsam abnehmen.

Der kräftige Abgang des Dollarkurses führte am Ölmarkt zu einer Erholung der Ölnotierungen, weil die Nachfrage nach Rohöl außerhalb des Dollarraums zugenommen hatte. Zudem legten die Ölpreise am Montag im frühen Handel zu, weil von einem Terrorangriff auf eine Ölförderanlage im Irak berichtet wurde. Daher legte die Nordsee-Sorte BRENT auf den heutigen Montag um 1,1 $/b zu und stand am Morgen bei 43,7 Dollar/Barrel. Die US-Sorte WTI kletterte um 0,8 $/b und wurde am Montagmorgen bei 41,8 Dollar/Barrel gehandelt. Das für Heizöl besonders relevante und an der Börse gehandelte Vorprodukt Gasöl zeigte sich jedoch recht konstant, so dass die Heizölpreise bisher noch nicht in die Höhe gezogen wurden.

Aussicht und Empfehlungen

Die Ölpreise haben im gesamten Juli spürbar nachgegeben und in der zurückliegenden Woche hatte der aktuelle Sinkflug sogar noch spürbar an Fahrt aufgenommen. Aufgrund der kräftigen Währungsverluste des US-Dollars haben sich die Ölpreise zum Start des neuen Monats aber vorerst stabilisiert. Eine Gegenbewegung zu den kräftigen Preisrückgängen der vergangenen Wochen ist daher am Ölmarkt aktuell möglich. Man sollte die weiteren Entwicklungen daher zurzeit eng verfolgen, um schnell reagieren zu können, wenn die Ölpreise weiter anziehen. Durch die massiven Preisrückgänge im Juli befinden sich die Heizölpreise aktuell in einer sehr interessanten Phase für eine frühzeitige Winterbevorratung.

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