Heizölpreise leicht gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Ende der verkürzten Woche verzeichneten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt einen leichten Anstieg von knapp um 0,2 Cent/Liter. Regional war in fast allen Bundeländern ein Anstieg feststellbar, der auch in seiner Höhe recht ähnlich ausfiel. Lediglich in Bayern gingen die Heizölpreise des tanke-günstig Partnerhändlers um gut 0,2 ct/l zurück. In allen anderen Bundesländern war ein Anstieg zwischen 0,1 bis 0,4 Cent je Liter Heizöl zu verzeichnen.

Die in den letzten Tagen stets schwach aufgefallenenen US-Konjunkturdaten sorgten dafür, dass der zuvor sehr starke Dollar am Devisenmarkt etwas an Wert verlor. Dies stärkte aus europäischer Sicht natürlich den €uro-Dollar-Wechselkurs und führte dazu, dass in Dollar gehandelte Importe - wie Rohöl - auf dem EU-Markt günstiger gekauft werden konnten, was sich somit auch preismindernd auf die Heizölpreise auswirkte. Allerdings führt ein stärkerer €uro häufig auch dazu, dass im Euroraum mehr Öl gekauft wird und dies treibt dann wiederum die Rohölpreise in die Höhe. In Summe heben sich bei einer solchen Situation die stützenden und drückenden Preiseffekte zumeist wieder auf. So geschah es auch gestern. Der €uro konnte am Devisenmarkt klar gegen die Ölwährung Dollar zulegen. Dafür kletterte aber auch die europäische Leitsorte BRENT auf Donnerstag um gut einen Dollar je Barrel und stand am Morgen bei 65,5 $/b. Die wieder einmal auf ein neues Rekordhoch gestiegenen US-Öllagerbestände wurden vom Markt nahezu ignoriert. Diese Tatsache und auch die sofortigen Rohölkäufe bei nachgebendem Dollar zeigen, dass die bullische Grundstimmung am Ölmarkt anhält und die bärischen Fundamentaldaten weiterhin wenig Beachtung finden.

Wie bereits in den Tagen zuvor ist eine Prognose zur Heizölpreisentwicklung schwer abzugeben. Der Markt schwankt zwischen preisdrückenden Fundamentaldaten und der Spekulation auf Gewinne durch steigende Ölpreise. In der zweiten Jahreshälfte rechnen die meisten Experten jedoch mit einem nachhaltigen Anstieg der Ölpreise. Langfristig gesehen befinden sich die Heizölpreise somit aktuell auf einem attraktiven Niveau für eine frühzeitige Bevorratung vor dem nächsten Winter.

Zurück