Heizölpreise legten zum Wochenstart leicht zu

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Bei unveränderten Ölpreisen, legten die Heizölpreise zum Wochenstart leicht zu, weil der €uro gegen die Ölwährung Dollar Verluste hinnehmen musste. Insgesamt kletterten die Heizölpreise daher im bundesweiten Durchschnitt um knapp 0,2 Cent/Liter. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit im Mittel aktuell 61,38 €uro pro 100 Liter.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise waren heute in den meisten Bundesländern leichte Preisanstiege zu verzeichnen. Lediglich in Sachsen-Anhalt gaben die Heizölpreise um gut 0,2 Cent/Liter nach und in Brandenburg, Berlin und Bayern verharrten die Heizölpreise auf dem Level vom Wochenende. Die kräftigsten Preisanstiege waren hingegen mit knapp 0,4 Cent/Liter in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein feststellbar.

 

Aussicht und Empfehlungen

Seit Anfang des Jahres haben sich die Heizölpreise kaum verändert. Zwar waren einige Schwankungen feststellbar, aber unterm Strich haben die Heizölpreise das derzeitige Level von rund 61 Cent/Liter gehalten. Weiterhin besteht jedoch ein nicht unerhebliches Risiko, dass eine Heizöl-Bestellung in den kommenden Monaten deutlich teurer werden wird als zurzeit.

Zwar herrscht an den Rohstoffbörsen zurzeit noch Zurückhaltung, weil Händler noch auf weitere belastbaren Daten zu den aktuellen Fördermengen der OPEC-Staaten warten. Die Anzeichen verdichten sich jedoch, dass es dem Ölkartell gelingen könnte das Überangebot auf dem Weltölmarkt im ersten Halbjahr 2017 abzubauen. Daher muss in den kommenden Wochen und Monaten mit tendenziell weiter steigenden Ölpreisen gerechnet werden.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Die Ölpreise haben sich zum Wochenstart nicht verändert. Zwar waren am Freitag wieder schwankende Kursbewegungen zu verzeichnen, in Summe hielten die beiden Rohöl-Leitsorten jedoch ihr Preisniveau von Freitagmorgen. Daher notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT am Montagmorgen unverändert bei 56,8 Dollar/Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde ebenfalls unverändert bei 53,7 Dollar/Barrel gehandelt.

In der ersten Woche des neuen Jahres kamen aus immer mehr OPEC-Ländern Nachrichten, dass die beschlossene Förderreduzierung umgesetzt wird. Am Freitag meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass nach Katar und dem Irak, nun auch Saudi-Arabien seine Produktion zurückfährt. So soll die Nummer Eins des Ölkartells bereits Großkunden in Asien über beabsichtigte Kürzungen in Kenntnis gesetzt haben.

Dennoch bleibt die Skepsis von Anlegern, ob die von 20 Ölförderländern beschlossene Förderkürzung vollumfänglich umgesetzt werden wird, weiterhin vorhanden. Tendenziell steigert sich jedoch die Zuversicht der Händler, was die Ölpreise aktuell eher stützt. Denn sollte es dem Ölkartell, nach Jahren der Uneinigkeit gelingen die beschlossene Produktionskürzung durchzuführen, könnte die derzeitige Überversorgung des Weltölmarktes bereits im ersten Halbjahr 2017 abgebaut werden.

Gegen ein schnelles Ende der Überversorgung sprechen zurzeit lediglich die Entwicklungen in den USA. Einerseits möchte der zukünftige US-Präsident Trump die amerikanische Ölförderung ausbauen, aber auch ohne diese politische Unterstützung stehen in den USA besonders Fracking-Firmen bereit, den vor zweieinhalb Jahren ins Stocken geratenen Fracking-Boom wieder aufleben zu lassen. Die Investitionsbereitschaft in solche Förderanlegen ist zuletzt spürbar gestiegen und laut dem US-Ölausrüster Baker Hughes steigt die Anzahl der aktiven Ölbohrlöcher nun bereits seit zehn Wochen in Folge und liegt somit aktuell auf dem höchsten Niveau seit rund einem Jahr.

Am Devisenmarkt verlor der €uro zuletzt wieder etwas an Boden gegen den Dollar, nachdem sich die Gemeinschaftswährung in der zurückliegenden Woche jedoch spürbar gegen die US-Währung erholen konnte.

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