Heizölpreise legten zum Wochenstart leicht zu

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Start der Woche sind die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt leicht gestiegen. Der Grund für den Anstieg kam weniger vom Rohölmarkt sondern beruhte zum Großteil auf Währungsverlusten des €uro gegen die Ölwährung US-Dollar. Mit einem Plus von gut 0,2 Cent/Liter kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl bei den tanke-günstig Partnerhändlern aktuell 50,19 €uro pro 100 Liter.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklungen zeigte sich heute ein uneinheitliches Bild. In zehn Bundesländern zogen die Heizölpreise an, dabei entfielen die deutlichsten Preisanstiege mit rund 0,6 Cent/Liter auf Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. In den sechs Bundesländern, in denen die Heizölpreise heute nachgaben, war der kräftigste Preisrückgang mit knapp 0,7 Cent/Liter in Sachsen-Anhalt zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Am Freitag hatten die Ölpreise noch den Abwärtstrend der vergangenen Woche fortgesetzt, am heutigen Montagmorgen legten die Ölnotierungen jedoch zu. In Summe kletterten die beiden Rohölleitsorten BRENT und WTI zwischen Freitag- und Montagmorgen daher um geringfügige 0,1 bis 0,2 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI notierte somit am Montagmorgen bei 43,8 Dollar/Barrel und die europäische Leitsorte BRENT wurde bei 46,5 Dollar/Barrel gehandelt.

Ohne dass es neue marktbeeinflussende Nachrichten gegeben hätte, begründeten Händler den Anstieg der Ölpreise am Montagmorgen mit einer Gegenbewegung zu deutlichen Kursverlusten der vergangenen Woche. Außerdem stützten Reparaturarbeiten an einer größeren Rohölverarbeitungsanlage und ein Leck an der wichtigsten Benzin-Pipeline der USA die Ölpreise. Allerdings ist allen diesen Faktoren gemein, dass sie nur kurzzeitig und gering wirken werden.

Insgesamt bleibt die Stimmung am Ölmarkt tendenziell gedrückt, weil sich wieder deutlicher abzeichnet, dass das Überangebot am Weltölmarkt länger andauern wird als bisher angenommen. Innerhalb und außerhalb der OPEC ist zurzeit eine weitere Erhöhung der Ölexporte feststellbar, obwohl die Internationale Energieagentur (IEA) davor warnt, dass wichtige Investitionen in neue Fördergebiete ausbleiben würden. Gleichzeitig hatte die IEA die globale Nachfrageprognose für Rohöl zuletzt aber auch deutlich gesenkt, weil sie besonders in den wichtigen Schwellenländern China und Indien einen "dramatischen" Rückgang der Ölnachfrage sieht.

Im Vorfeld zur Mitte der Woche anstehenden Sitzung der US-Notenbank FED, hat der Dollar deutlich gegen den €uro zugelegt. Besonders die jüngsten Daten vom US-Arbeitsmarkt hatten dafür gesorgt, dass Devisenhändler eine baldige, leichte Zinserhöhung in den USA für wahrscheinlicher erachten. FED-Chefin Yellen will aber bei den weiteren Zinsschritten, auch mit Blick auf die Weltwirtschaft, sehr behutsam vorgehen, weshalb die nächsten Schritte auch erst zum Jahresende kommen könnten.

Aussicht und Empfehlungen

Die Heizölnachfrage zeigt sich weiterhin ruhig, denn viele Verbraucher warten ab und spekulieren auf fallende Heizölpreise. Diese Vorgehensweise erscheint aktuell auch vielversprechend zu sein, denn viele Indikatoren sprechen in den kommenden Wochen weiterhin für eine Kurskorrektur der Rohölpreise nach unten und das Risiko auf massiv nach oben ausbrechende Heizölpreise ist gering.

Es sieht so aus, als müsste man in diesem Jahr nicht mehr damit rechnen, dass sich am Weltölmarkt ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage einstellen wird. Schaut man weiter in die Zukunft ist der Abbau des Überangebotes allerdings nur eine Frage der Zeit. Da an der Börse die Zukunft gehandelt wird, sollte man nicht davon ausgehen, dass die Heizölpreise wieder auf ihre Langzeittiefs fallen werden. Aktuell können Heizölpreise von unter 47 Cent/Liter als attraktiv zu bezeichnet werden.

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