Heizölpreise legten minimal zu

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf Donnerstag ergaben sich kaum Veränderungen bei den Heizölpreisen. Im bundesweiten Durchschnitt war lediglich ein geringer Preisanstieg von rund 0,1 ct/l zu verzeichnen. Regional sah dies jedoch ganz anders aus. So waren in der Hälfte der Bundesländer teilweise erhebliche Preisanstiege und in der anderen Hälfte deutliche Preisrückgänge zu verzeichnen. Hierbei waren heute die kräftigsten Anstiege der Heizölpreise mit rund 1,0 ct/l in Bremen, Hessen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein feststellbar. In Brandenburg, Berlin, Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sanken die Heizölpreise hingegen um 0,9 bis 1,2 Cent/Liter bei einer Bestellmenge von 2.000 Liter Heizöl.

Die Rohölpreise haben sich zuletzt sehr deutlich von ihrem Preisverfall des letzten Jahres erholt. Dies nährte Spekulationen über eine Preistrendwende, die eine bullische Stimmung am Ölmarkt zur Folge hatte. Trotz der Rekordbestände bei den US-Öllagern spekulieren daher Anleger hautsächlich auf einen Rückgang der Ölfördermenge in den USA. Obwohl auch dies vorerst einen relativ geringen Einfluss auf die Ölpreise haben dürfte. Denn bei einem Rückgang der US-Ölförderung würden zunächst noch die extrem gut gefüllten Lagerbestände zur Verfügung stehen und während die USA ihre Förderung drosseln würde, könnten andere Staaten ihre Produktion ausbauen. Allen voran wohl Saudi-Arabien, denn schließlich war der Rückgang der US-Schieferölförderung das Ziel der Saudis als diese im vergangenen Jahr den Preiskampf um Marktanteile begonnen hatten. Daher steigerte die OPEC, unter Führung Saudi-Arabiens im März auch ihre Gesamtfördermenge weiter über das eigentliche Förderziel von 30 Mio. Barrel heraus. Dennoch dreht sich an den Börsen alles um den Rückgang der US-Fördermengen. Und so drängt sich zuweilen der Eindruck auf, dass der Kampf um Marktanteile zwischen Saudi-Arabien und den USA nicht nur am realen Ölmarkt sondern auch am Finanzmarkt ausgetragen wird. Denn besonders an der weltweit mit Leitwirkung versehenen Wall Street werden die für die US-Förderung negativen, preisdrückenden Nachrichten gerne auch mal ausgeblendet.

Die Preisentwicklung ist für die kommenden Tage ist schwer vorhersehbar. So könnten die Rohöl- und Heizölpreise in dieser Woche aufgrund von Börsenspekulationen zwar weiter anziehen, auf der anderen Seite sprechen jedoch die meisten Faktoren eher für einen Rückgang der Heizölpreise. Die Heizöl-Nachfrage liegt weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

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