Heizölpreise legten erneut leicht zu

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Preise für Rohöl blieben auf den heutigen Freitag zwar nahezu unverändert, dafür sorgten jedoch Kursverluste des €uro gegen die Ölwährung Dollar für einen erneuten leichten Anstieg der Heizölpreise. So legten die Heizölpreise zum Wochenschluss im bundesweiten Durchschnitt um weitere knapp 0,3 Cent/Liter zu. Damit liegt der gemittelte Heizölpreis der tanke-günstig Partnerhändler, bei einer Bestellung von 2.000 Litern, aktuell bei 49,50 €uro pro 100 Liter Heizöl.

Bei der regionalen Betrachtung waren heute überwiegend Preisanstiege zu verzeichnen. Lediglich in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gaben die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler auf den heutigen Freitag um 0,1 bis 0,2 Cent/Liter nach. In allen anderen Bundesländern waren Preisanstiege in Höhe von 0,1 bis gut 0,5 Cent pro Liter Heizöl zu verzeichnen.


Entwicklungen am Ölmarkt

Nach den starken Gewinnen des Vortages zeigten sich die Ölpreise auch am Donnerstag erneut fester. Am heutigen Freitagmorgen setzte dann jedoch eine Gegenbewegung ein und die Rohölnotierungen gaben wieder nach. In Summe hoben sich die gestrigen Preisanstiege und die Preisrückgänge von heute Morgen fast wieder auf, so dass die europäische Leitsorte BRENT auf Freitag nur um minimale 0,1 $/b kletterte und am Morgen bei 47,7 Dollar/Barrel gehandelt wurde. Auch die US-Sorte WTI notierte am Freitagmorgen nahezu unverändert bei 46,2 Dollar/Barrel.

Am Donnerstag hatte der überraschende und deutliche Rückgang der US-Öllager die Rohölpreise weiter gestützt. Zudem sorgte eine neue Prognose der Internationale Energieagentur (IEA) für anziehende Ölpreise, denn laut dem jüngsten Monatsbericht geht die IEA davon aus, dass sich das weltweite Überangebot an Rohöl schneller abbauen wird als bislang angenommen. So geht die Organisation davon aus, dass sich bereits zum Ende des laufenden Jahres ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage am Ölmarkt einstellen könnte. Dazu soll die steigende globale Ölnachfrage beitragen, welche laut IEA von 1,16 auf  1,20 Mio. Barrel/Tag stiegen soll. Aber auch das Angebot soll aus Sicht der IEA weiter zurückgehen. So teilte die Agentur mit, dass die Produktion in Nigeria, Libyen und Venezuela aktuell bereits um knapp 0,5 Mio. Barrel gegenüber dem Vorjahreszeitraum gefallen sei.

Am Devisenmarkt geriet der €uro, trotz schwächerer US-Arbeitsmarktzahlen, gegen den Dollar unter Druck. Als Grund wurden unerwartet schwachen Zahlen zur EU-Industrieproduktion genannt, welche im März sehr viel geringer angestiegen war als zuvor erwartete wurde. Am Freitagmorgen stand der €uro bei 1,134 Dollar/€uro und somit auf dem tiefsten Stand seit Ende April.


Aussicht und Empfehlungen

Seit Anfang Mai haben die Rohöl- und Heizölpreise zwar nachgegeben, ein massiver Ausverkauf am Ölmarkt blieb, nach den massiven Preisanstiegen vom April jedoch aus. Da der Weltölmarkt den einen oder anderen Rückgang der Ölförderung zurzeit aber gut verkraften kann und weiterhin übersorgt bleibt, sprechen die fundamentalen Marktdaten eher für nachgebende Ölpreise. Gegen Preisrückgänge sprechen die Stimmung der Börsenhändler und die jüngsten Entwicklungen auf dem US-Ölmarkt. Auch wenn sich die Aussichten bei der kurzfristigen Betrachtung zurzeit etwas eintrüben, halten wir Preisnachlässe bei einer längerfristigen Betrachtung im Mai und Juni weiterhin für etwas wahrscheinlicher.

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