Heizölpreise legten auf Donnerstag zu

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem sich die Heizölpreise in den letzten Tagen kaum bewegt hatten, war auf den heutigen Donnerstag ein verhältnismäßig kräftiger Anstieg verzeichnen. So kletterten die Heizölpreise heute im bundesweiten Durchschnitt um gut 0,5 Cent/Liter und folgten damit nur teilweise den Vorgaben vom Rohölmarkt. Denn die Notierungen für Gasöl, das an den Börsen gehandelte Vorprodukt von Heizöl, stiegen gestern zum ersten Mal seit einem Monat wieder über 500 Dollar/Tonne, was einen deutlicheren Anstieg der Heizölpreise möglich gemacht hätte. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl bei den tanke-günstig Partnerhändlern im Durchschnitt 60,53 €uro pro 100 Liter.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise waren heute in allen Bundesländern flächendeckende Preisanstiege zu verzeichnen. Am stärksten zogen die Heizölpreise dabei mit 1,0 bis 1,1 Cent/Liter in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein an. Die geringsten Preisanstiege waren hingegen mit maximal 0,1 Cent/Liter in Brandenburg, Berlin, Bayern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu verzeichnen.

 

Aussicht und Empfehlungen

Trotz des heutigen Anstieges bleiben die Heizölpreise noch in ihrer seit gut sieben Wochen anhaltenden Seitwärtsbewegung um die Marke von 60-Cent/Liter herum. Allerdings könnten die Ölpreise nun weiter anziehen, weil die OPEC ihren Worten aus dem letzten Jahr in diesem Jahr hat Taten folgen lassen und die Ölförderung nach eigenen Aussagen auf 30 Mio. Barrel/Tag abgesenkt und somit bereits gut 80 Prozent der vereinbarten Menge vom Markt genommen hat.

In den letzten beiden Jahren legten die Heizölpreise im Laufe des Februars jeweils um rund zehn Prozent zu. Nach der Zurückhaltung zum Jahresbeginn, könnte eine solche Preisentwicklung auch im aktuellen Jahr wieder einsetzen. Nicht weil es im Februar grundsätzlich zu Preisanstiegen kommen müsste, sondern weil es die aktuelle Marktlage hergibt.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Die Ölpreise haben am gestrigen Handelstag spürbar zugelegt. Heute Morgen ging es im frühen Handel zwar etwas nach unten, der Großteil der Vortagesgewinne wurde jedoch gehalten. Insgesamt kletterte die Nordsee-Ölsorte BRENT auf den heutigen Donnerstag um rund 1,2 $/b und wurde am Morgen bei 56,6 Dollar/Barrel gehandelt. Die US-Ölsorte WTI legte um 0,9 $/b zu und notierte somit am Donnerstagmorgen bei 53,6 Dollar/Barrel.

Gestern Nachmittag wurden die wöchentlichen Öllagerdaten der USA vom dortigen Energieministerium DOE veröffentlicht und untermauerten den zuvor vom privaten American Petroleum Institut (API) erwarteten erneuten deutlichen Anstieg der US-Öllagerbestände. So meldete das DOE einen Anstieg der amerikanischen Rohöl-Lager in Höhe von 6,5 Mio. Barrel und einen gleichzeitigen Aufbau der Ölprodukte-Lager (Heizöl, Diesel und Benzin) in Höhe von in Summe 5,5 Mio. Barrel.

Die gesamten US-Öllager haben somit um deutliche 12 Mio. Barrel zugelegt und setzen damit den massiven Anstieg der letzten Wochen weiter fort. So sind die US-Öllager in den vergangen fünf Wochen um enorme 57,8 Mio. Barrel auf nunmehr 922,6 Mio. Barrel gestiegen, was trotz der Förderreduzierung der OPEC darauf hindeutet, dass der Weltölmarkt weiterhin überversorgt ist.

Allerdings wurden die Ölpreise gestern von den US-Lagerdaten nur kurz unter Druck gesetzt, weil die zeitgleich veröffentlichten Daten zur US-Ölproduktion durch die Öllagerdaten in den Hintergrund gedrängt wurden. Hier gab es eine kleine Überraschung, denn die zuletzt stetig gestiegene amerikanische Ölproduktion ging in der vergangenen Woche um 0,5 Prozent auf gut 8,9 Mio. Barrel zurück.

Außerdem verkündete der russische Energieminister Nowak, dass Russland die mit der OPEC besprochenen Förderobergrenze einhalten werde und dass die russiche Ölförderung zuletzt bereits deutlich zurückgegangen ist. Obwohl die US-Öllager also auf einen überversorgten Markt hindeuten, sorgten diese beiden Meldungen dafür, dass Händler gestern auf einen Rückgang des Angebotes auf dem Weltölmarkt setzten und die Ölpreise somit anzogen.

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