Heizölpreise legten auf Dienstag leicht zu

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Dienstag folgten die Heizölpreise den Vorgaben vom Rohölmarkt und zogen wieder an. Allerdings fiel der Anstieg bei den tanke-günstig Partnerhändlern mit im bundesweiten Durchschnitt nur rund 0,1 Cent/Liter sehr viel geringer aus als es die deutlich gestiegenen Rohölpreise zugelassen hätten. Mit aktuell 46,68 €uro/100 Liter befinden sich die durchschnittlichen Heizölpreise somit immer noch auf einem attraktiven Preislevel.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise zeigte sich heute wieder ein differenziertes Bild. So gaben die Heizölpreise in sechs Bundesländern nach und zogen in zehn Bundesländern an. Dabei war der Preisanstieg in Mecklenburg-Vorpommern mit unter 0,1 Cent/Liter kaum merkbar. Im Saarland, Sachsen und Thüringen kletterten die Heizölpreise hingegen mit rund 0,5 Cent/Liter schon etwas deutlicher. Die kräftigsten Preisrückgänge entfielen auf die tanke-günstig Partnerhändler in Bayern, wo die Heizölpreise um rund 0,4 Cent/Liter zurückgingen. Aber auch in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein waren Preisnachlässe in Höhe von gut 0,2 Cent/Liter zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem die Rohölpreise zum Wochenstart zunächst weiter nachgegeben hatten, kletterten sie im gestrigen Handelsverlauf auf ein neues Jahreshoch. Besonders die US-Sorte WTI legte mit 2,8 $/b gestern kräftig zu. Da die europäische Rohölsorte BRENT auf den heutigen Dienstag nur um 0,8 $/b anstieg, notierten die beiden Leitsorten am Dienstagmorgen gleichauf bei knapp 41,7 Dollar/Barrel und somit beide auf dem höchsten Stand seit Anfang Dezember.

Obwohl es zurzeit kaum preisebeeinflussenden Meldungen für den Ölmarkt gibt, ist die Stimmung bei den Händlern insgesamt positiver und die Ölpreise werden auf breiterer Front gestützt. Neben dem schwächeren Dollarkurs, sorgt auch die Aussicht auf eine fallende Ölproduktion in den USA für Kauflaune bei den Börsenhändlern. Dies ist zwar erstaunlich, weil sich die US- Schieferölförderung seit langem sehr viel robuster zeigt als von vielen Analysten vorhergesagt, aber der Druck auf die amerikanische Schieferölindustrie wächst weiter an, so dass wohl nicht alle Unternehmen das laufende Jahr überstehen werden.

Darüber hinaus zeigte sich Opec-Generalsekretär Abdalla Salem El-Badri zuletzt optimistisch, dass sich der Ölmarkt nun stabilisieren werde. So erwartet das Ölkartell in diesem Jahr zwar kein hohes, aber ein moderat steigendes Preislevel und geht davon aus, dass sich der aktuelle Trend der steigenden Rohölpreise nun kontinuierlich fortsetzen werde. Dieser Trend soll im April unterstützt werden, wenn sich fast alle OPEC-Staaten und Russland in Katar treffen und über eine Begrenzung der Ölfördermengen sprechen. Fraglich bleibt hierbei jedoch, ob sich der Iran an diese Begrenzung der Fördermenge beteiligen will oder seine Ölexporte, nach dem Ende der westlichen Sanktionen, weiter steigern wird. Zudem würde der Weltölmarkt selbst bei einer Einigung überversorgt bleiben.

Aussicht und Empfehlungen

Die Stimmung am Ölmarkt bleibt weiterhin schwankungsanfällig. Auch wenn der Weltölmarkt weiterhin überversorgt bleibt und die fundamentalen Marktdaten gegen steigende Ölpreise sprechen, so weist die aktuelle Stimmung an den Ölbörsen darauf hin, dass die Preise in den kommenden Woche und Monaten auf breiter Front gestützt werden könnten. Auch die OPEC und andere Institutionen gehen im Jahresverlauf von weiter steigenden Ölpreisen aus. Obwohl kurzfristig keine massiven Preissprünge zu erwarten sind, sollte man diese Stimmung bei der langfristigen Planung berücksichtigen. Wer zurzeit Platz im Tank hat, der sollte zum nun kommenden Ende der laufenden Heizsaison eine weitsichtige Heizölbevorratung bereits für die nächste Heizsaison ins Auge fassen und sich die aktuellen Konditionen sichern. Denn vieles spricht zurzeit für ein spürbar höheres Preisniveau im dritten und vierten Quartal des aktuellen Jahres.

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