Heizölpreise kräftig gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf Donnerstag zogen die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt mit knapp 0,8 Cent/Liter kräftig an. Regional kletterten die Heizölpreise in fast allen Bundesländern. Lediglich in Brandenburg, Berlin und Thüringen blieben die Heizölpreise konstant oder gaben minimal nach. Die deutlichsten Preisanstieg entfielen mit 1,3 ct/l auf Bremen, Hessen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

Der Grund für den heutigen Preisanstieg kam hauptsächlich vom Rohölmarkt. Denn hier zogen die Rohölpreise am gestrigen Abend etwas überraschend und deutlich an. Dies war aber nur ein kurzer und wenig nachhaltiger Preissprung, so dass die Notierungen heute Morgen wieder die Abwärtsbewegung aufnahmen. Dennoch verzeichnete die europäische Leitsorte BRENT auf Donnerstag einen Anstieg um deutliche 2,2 $/b und stand am Morgen bei 48,1 Dollar je Barrel. Die Überversorgung am Weltölmarkt bleibt erhalten. Wichtige Ölexporteure halten ihre Fördermengen hoch, so dass das Angebot derzeit stärker steigt als die Nachfrage. Dies zeigte sich gestern auch wieder in den erneut deutlich gestiegenen amerikanischen Öllagerdaten. In Summe nahmen die US-Lagerbestände um knapp 12 Mio. Barrel zu. Der €uro verlor gestern weiter an Boden gegen den US-Dollar und befindet sich zurzeit auf dem niedrigsten Stand seit rund neun Jahren. Und da die Notenbanken FED und EZB zurzeit beide einen stärkeren Dollar bzw. einen schwächeren €uro im Blick haben, ist ein weiteres Zurückfallen in naher Zukunft nicht unwahrscheinlich.

Die aktuellen Heizölpreise befinden sich auf einem sehr attraktiven Niveau und laden zu einer Bestellung ein. Insgesamt befindet sich die Nachfrage der Verbraucher daher auf einem guten Niveau. Trotz des heutigen Preisanstieges können wir zurzeit keine unbedingte Kaufempfehlung aussprechen, da ein erneuter Rückgang der Heizölpreise bei der aktuellen Marktlage recht wahrscheinlich ist.

Zurück