Heizölpreise kletterten zum Wochenstart erneut

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Über das Wochenende haben die Heizölpreise weiter zugelegt und sind auch zum Wochenstart weiter gestiegen. Insgesamt zogen die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 1,4 Cent/Liter an. Seit Donnerstag sind die Heizölpreise somit um kräftige 2,4 Cent/Liter geklettert und stehen aktuell bei durchschnittlich 40,8 Cent/Liter.

In den meisten Bundesländern wird Heizöl aktuell wieder über 40 Cent/Liter angeboten, denn in fast allen Bundesländern waren heute Preisanstiege zu verzeichnen. Lediglich in Sachsen und Thüringen gaben die Heizölpreise um minimale 0,1 Cent/Liter nach. In allen anderen Bundesländern zogen die Preise der tanke-günstig Partnerhändler hingegen an. Mit Abstand am deutlichsten kletterten die Heizölpreise in mit 2,2 bzw. 2,6 Cent/Liter in Baden-Württemberg und Bayern.

Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem die Ölnotierungen am Donnerstag teilweise bis auf ein 12-Jahres-Tief eingebrochen waren, setzten sie am Freitag zu einer spürbaren Erholung an. Ausgelöst durch verbesserte Einzelhandelsumsätze in den USA hatte sich die Stimmung an den Finanzmärkten zum Wochenschluss insgesamt etwas aufgehellt und zog somit auch die Ölpreise mit nach oben. Zudem halten sich immer noch hartnäckig die Spekulationen über ein mögliches Abkommen zwischen der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) mit wichtigen Förderländern außerhalb des Ölkartells, das zu einer Reduzierung des Überangebotes auf dem Weltölmarkt führen soll. Allerdings gibt es weiterhin kein konkretes Anzeichen für solche Gespräche und die Interessenlage, der an einem solchen Abkommen beteiligten Parteien ist zurzeit so unterschiedlich, dass ein Einigung auf eine Förderkürzung eine Überraschung wäre.

Am heutigen Montagmorgen wurden die Ölpreise durch schwache chinesische Ölimportdaten belastet. So waren Rohöleinfuhren des größten Ölverbrauchers der Welt im Januar auf den niedrigsten Wert seit drei Monaten gesunken. In der Folge gaben die Ölnotierungen heute Morgen zwar nach, allerdings ist im Vergleich zu Freitagmorgen insgesamt noch ein deutliches Plus zu verzeichnen. Die europäische Leitsorte BRENT notierte am Montagmorgen mit 33,3 Dollar/Barrel rund zwei Dollar je Barrel höher als noch am Freitagmorgen.

Am Devisenmarkt wurde der Höhenflug des €uro vorerst unterbrochen. Von einem 16-Wochen-Hoch kommend gab der €uro zum Wochenstart um einen cent gegen den Dollar nach und stand somit am Montagmorgen bei 1,13 $/€.

Aussicht und Empfehlungen

Die Stimmung am Ölmarkt ist weiterhin unruhig und die Preise unterliegen spürbaren Schwankungen. Dennoch bleibt der Ölmarkt insgesamt durch das weit über der Nachfrage liegende Angebot dominiert. Der zuletzt überraschend erstarkte €uro gab zum Wochenstart zwar wieder nach, notiert jedoch immer noch deutlich über dem Stand vom Jahresbeginn. Mit aktuell 40,8 Cent/Liter sind die Heizölpreise bei weitem noch nicht nach oben ausgebrochen sondern liegen im Preiskorridor der letzten Wochen. Denn seit rund einem Monat schwanken die Heizölpreise mit Plus Minus 2 Cent um die Marke von 40 Cent/Liter herum. Insgesamt sind die Aussichten auf wieder fallende Heizölpreise in den kommenden Tagen recht gut, so dass es sich aktuell lohnen kann auf wieder fallende Heizölpreise zu spekulieren.

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