Heizölpreise kletterten um 1,0 Cent/Liter

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zur Wochenmitte legten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt mit knapp 1,0 Cent/Liter deutlich zu. Regional betrachtet zeigte sich größtenteils ein ganz ähnliches Bild, allerdings fielen die Preisanstiege in einzelnen Bundesländern noch deutlicher, aber auch sehr viel geringer aus. In Brandenburg, Berlin, Bayern und Sachsen-Anhalt gingen die Heizölpreise bei den tanke-günstig Partnerhändlern sogar um 0,2 bis 0,3 ct/l zurück. Bei den Preisanstiegen waren die geringsten mit knapp 0,2 ct/l in Sachsen und Thüringen feststellbar. Mit rund 2,4 Cent/Liter entfiel der mit Abstand größte Preisanstieg auf Nordrhein-Westfalen.

Der Grund für den deutlichen Preisanstieg kommt vom Rohölmarkt. Hier setzte gestern die am Montag noch ausgebliebene Reaktion der Trader auf niedrige Ölpreise gepaart mit einem schwächeren Dollar ein. Zum Wochenstart hielten sich Aneger wohl noch zurück, da keine bullischen Nachrichten in Sicht waren. Dies änderte sich gestern als vorläufige Zahlen zu den US-Öllagerbeständen einen deutlichen Rückgang von rund 10 Mio. Barrel in Aussicht stellten. Zudem teilte die US-Behöre EIA mit, dass in den kommenden Monaten wohl doch ein Rückgang bei der US-Schieferölförderung zu erwarten sei. Leider wurde an den Börsen jedoch außer Acht gelassen, dass sich die US-Öllager und die US-Ölförderleistung auf einem extrem hohen Niveau befinden. Im Gegenteil wurde der Preisanstieg sogar noch durch technisch bedingte Anschlusskäufe verstärkt. Daher kletterte die europäische Leitsorte BRENT auf Mittwoch um gut 2,6 $/b auf nunmehr 65,6 Dollar/Barrel. Vom Devisenmarkt kamen gestern keine richtungsweisenden Impulse. Da sich der €uro-Dollar-Wechselkurs kaum verändert hat, schlugen die gestiegenen Rohölpreise daher größtenteils auf die Heizölpreise durch.

Nach dem heutigen deutlichen Anstieg der Heizölpreise kann man immer noch von einem akttraktiven Kaufmoment sprechen, da die Heizölpreise zuvor kräftig nachgegeben hatten. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass heute zumindest ein Teil des gestrigen Ölpreisanstiegs wieder zurückgenommen wird, weil dieser doch ziemlich heftig ausgefallen war. Auf der anderen Seite scheinen am Ölmarkt aber auch, die sich in den letzten Wochen eher zurückziehenden Spekulanten wieder Fuß zu fassen. Sollte es nur ein kurzes Gastspiel werden, so ist die Wahrscheinlichkeit für wieder nachgebende Heizölpreise recht hoch. Wenn nicht, dann werden die Heizölpreise wohl weiter anziehen. So oder so sollte man längerfristig betrachtet eine frühzeitige Heizölbestellung in den kommenden Wochen in Erwägung ziehen, da im Jahresverlauf mit einem Preisanstieg gerechnet werden muss.

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