Heizölpreise kletterten um 0,7 Cent/Liter

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise ohne nennenswerte Preisveränderungen in das neue Jahr gestartet waren, legten sie auf den heutigen Dienstag im bundesweiten Durchschnitt um 0,7 Cent/Liter zu. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet bei den tanke-günstig Partnerhändlern somit im Mittel aktuell 61,77 €uro pro 100 Liter Heizöl.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit Preisanstiegen in allen Bundesländern. Die kräftigsten Anstiege waren mit knapp 1,3 Cent/Liter im Saarland zu verzeichnen, gefolgt von Brandenburg, Berlin, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, wo die Heizölpreise um gut 0,8 Cent/Liter anzogen. Mit gut 0,4 Cent/Liter entfielen die geringsten Preisanstiege heute  auf Bayern, Sachsen und Thüringen.

Genau wie im zurückliegenden Jahr muss auch in diesem Jahr mit tendenziell weiter steigenden Heizölpreisen gerechnet werden. Dies ist jedoch auch darauf zurückzuführen, dass das Jahr 2016 mit einem durchschnittlichen Heizölpreis von 49,8 Cent/Liter, das günstigste Jahr für eine Heizölbestellung seit 12 Jahren war und wir in manchen Regionen Tiefstpreise von rund 33 Cent/Liter sehen konnten.

 

Aussicht und Empfehlungen

Auch im neuen Jahr hat sich an den mittelfristigen Aussichten wenig verändert. So hängt die Entwicklung der Heizölpreise stark von der Umsetzung der beschlossenen Förderkürzung der OPEC in Zusammenarbeit mit anderen wichtigen Förderländern ab. Sollte die OPEC in den kommenden Wochen und Monaten ihren Worten Taten folgen lassen, dann könnte das Überangebot auf dem Weltölmarkt im ersten Halbjahr 2017 abgebaut werden. In diesem Fall werden die Ölpreise weiter steigen und es besteht daher weiterhin ein nicht unerhebliches Risiko, dass eine Heizöl-Bestellung in den kommenden Monaten deutlich teurer werden wird als zurzeit.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Gestern waren die Börsen in den USA aufgrund des Jahreswechsels noch geschlossen, weshalb keine Future-Kontrakte gehandelt wurden. Heute Morgen und somit am ersten richtigen Handelstag im neuen Jahr legten die Ölpreise dann leicht zu. Die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI kletterten jeweils um gut  0,2 $/b, so dass die Nordsee-Ölsorte BRENT am Dienstagmorgen bei 57 Dollar/Barrel und die US-Ölsorte WTI bei 54 Dollar/Barrel gehandelt wurden.

Genau wie in den letzten Handelstagen des alten Jahres kann der Handel auch zum Jahresstart als ruhig bezeichnet werden. Impulse brachten Berichte, nach denen erste Förderkürzungen beim OPEC-Mitglied Kuwait zu verzeichnen sind. Insgesamt will die OPEC in Zusammenarbeit mit weiteren Ölförderländern das Angebot auf dem Weltölmarkt im ersten Halbjahr 2017 soweit verknappen, dass die Rohölpreise wieder auf ein deutlich höheres Preislevel steigen.

Marktbeobachter sind jedoch skeptisch ob dieses Ziel erreicht werden kann. Einerseits muss abgewartet werden ob das seit Jahren uneinige Ölkartell nun den gemeinsamen Beschluss zur Förderreduzierung auch umsetzen wird. Auf der anderen Seite wartet in die USA eine ganze Branche darauf, den zuletzt ins Stocken geratenen Boom bei der Schieferölförderung wieder aufleben zu lassen, was unter dem neuen Präsidenten Trump und dem ExxonMobil Chef Rex Tillerson als zukünftigen Außenminister auch erwartet wird.

Ein Rückblick auf das Jahr 2016 zeigt, dass der Ölmarkt bereits im vergangenen Jahr durch eine spürbare Preiserholung geprägt war. Allerdings waren die Ölnotierungen in den vorherigen zwei Jahren auch massiv eingebrochen. Dennoch haben sich die Ölpreise im Jahresverlauf 2016 in etwa verdoppelt. So kletterte BRENT von den langjährigen Tiefstständen im Januar in Höhe von 28 $/b auf rund 56 Dollar/Barrel zum Jahresende.

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