Heizölpreise kletterten um 0,5 Cent/Liter

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenschluss legten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,5 Cent/Liter zu und stehen somit aktuell bei 42,18 €uro/100 Liter. Damit bewegen sich die Heizölpreise zurzeit auf das obere Ende, des seit sechs Wochen laufenden Trendkanals zu. Dennoch kann weiterhin von einer Seitwärtsbewegung mit Schwankungen zwischen 38,5 und 42,5 Cent/Liter gesprochen werden.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise war heute in allen Bundesländern ein flächendeckender Anstieg der Heizölpreise feststellbar. Die mit Abstand kräftigsten Preisanstiege entfielen mit knapp einem Cent pro Liter auf Bayern, danach folgen Brandenburg, Berlin und Baden-Württemberg mit Preisanstiegen in Höhe von 0,6 bis 0,7 Cent/Liter. Die geringsten Preisanstiege waren am heutigen Freitag mit 0,1 Cent/Liter bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Das Auf und Ab am Ölmarkt setzt sich fort. Allerdings fiel das Ab am heutigen Freitag im Vergleich zum Auf vom Donnerstag sehr viel geringer aus. In Summe legten die wichtigen Rohölsorten BRENT und WTI daher um 1,4 bzw. 1,5 Dollar/Barrel zu und notierten somit am Freitagmorgen bei 35,3 bzw. 33,2 Dollar/Barrel. Gute Konjunkturdaten aus Europa und den USA hatten die Rohölpreise gestützt. Außerdem bleibt die von Russland und Saudi-Arabien angestrebte globale Begrenzung der Ölfördermengen auf das Niveau vom Januar weiter ein Thema am Ölmarkt. Denn Moskau bleibt hartnäckig im Kampf gegen den Ölpreisverfall und will sich in den kommenden Woche mit dem iranischen Ölminister treffen. Der russische Energieminister hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich der Iran an der Vereinbarung der großen Ölmächte beteiligen könnte.

Im übergeordneten Trend bewegen sich die Ölnotierungen nun seit einigen Wochen seitwärts. Die Volatilität der Ölpreise unterstreicht jedoch die unruhige Stimmung an den Rohstoffbörsen. Die bessere Stimmung an den Finanzmärkten und die eindringlicher werdenden Warnungen von Politikern und Institutionen, die auf die Gefahren des massiven Rohölpreisverfalls hinweisen, hätten das Potential die Ölpreise auf Erholungskurs zu schicken. Solange das weltweite Angebot an Rohöl jedoch weiterhin so deutlich über der Nachfrage liegt wie in den letzten Monaten, haben die Ölpreise kaum Spielraum nach oben.

Am Devisenmarkt hat der €uro seit Wochenbeginn leicht an Wert gegen den Dollar eingebüßt. Nach dem kurzen Höhenflug von Mitte Februar stabilisierte sich der €uro-Dollar-Wechselkurs in den letzten Tagen bei gut 1,10 Dollar/€uro.

Aussicht und Empfehlungen

Weiterhin bleibt die Stimmung am Ölmarkt unruhig. Börsenhändler würden die Ölpreise gerne auf Erholungskurs schicken, aber die aktuelle Überversorgung lässt eine nachhaltige Aufwärtsbewegung nicht zu. Im Wesentlichen bleibt der Ölmarkt daher weiterhin durch das weit über der Nachfrage liegende Angebot dominiert und hält die Preise unter Druck. Da sich die aufgehellte Stimmung an den Finanzmärkten und die bärischen Marktdaten zurzeit die Waage halten, haben sich die Ölpreise in den letzten Wochen stabilisiert. Dementsprechend sind auch die Heizölpreise in eine Seitwärtsbewegung mit Schwankungen zwischen 38,5 und 42,5 Cent/Liter übergangen.

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