Heizölpreise kletterten über Pfingsten um 0,3 ct/l

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise sind über das lange Pfingst-Wochenende im bundesweiten Durchschnitt um 0,3 Cent/Liter gestiegen. Regional gab es jedoch große Unterschiede zwischen den Bundesländern. So blieben die Heizölpreise in Brandenburg und Berlin konstant, im Saarland gaben sie um knapp 0,1 ct/l nach und in Bayern war bei den tanke-günstig Partnerhändlern sogar ein Rückgang der Heizölpreise um 0,7 Cent/Liter zu verzeichnen. Dementgegen kletterten die Heizölpreise in den anderen Bundesländern teilweise kräftig. Bei einer Bestellung von 2.000 Liter Heizöl fiel der Preisanstieg mit 0,8 ct/l in Nordrhein-Westfalen am deutlichsten aus.

Bedingt durch die Feiertag in Europa und den USA fiel der letzte Handelstag ruhig aus. Da es auch sonst kaum impulsgebende Nachrichten für den Ölmarkt gab, bewegten sich die Rohölpreise nur wenig. Die geringfügige Bewegung zeigte jedoch wieder nach oben. So kletterte die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT auf Dienstag um 0,2 $/b und notierte am Morgen bei 65,6 Dollar/Barrel. Wenn die Ölpreise ohne neue Nachrichten zulegen, ist dies zumeist kein gutes Zeichen für die hiesigen Heizölverbraucher. Dennoch kamen die heutigen Steigerungen der Heizölpreise nicht von den Vorgaben des Rohölmarktes, sondern vom Devisenmarkt. Hier konnte der US-Dollar von den zuletzt gut ausgefallenen amerikanischen Konjunkturdaten profitieren und gegen den €uro einen deutlichen Sprung nach oben machen. Besonders ins Gewicht fielen die guten US-Arbeitsmarktzahlen und das Verbrauchervertrauen. Auf der anderen Seite belastet die Schuldenkrise Griechenlands auch die europäischen Gemeinschaftswährung. Insgesamt wurde der €uro-Dollar-Wechselkurs zum Wochenstart somit auf ein Monatstief gedrückt.

Die Aussichten auf einen Rückgang der Heizölpreise trüben sich weiter ein. Zwar würden die Marktdaten weiterhin einen Rückgang der Rohölpreise zulassen und auch der €uro sollte nicht ins Bodenlose fallen, dementgegen stehen jedoch Anleger, die die Börsennotierungen für Öl weiter stützen. Dennoch könnte es kurzfristig eine gute Strategie sein auf die Ausbildung eines Preistals in den kommenden Wochen zu setzen, zumal auch das Risko für einen deutlichen Anstieg der Heizölpreise recht gering ist. Längerfristig betrachtet sollte man jedoch eine frühzeitige Heizölbestellung zu den aktuellen Konditionen in Betracht ziehen, denn die meisten Experten erwarten für die zweite Jahreshälfte anziehende Rohöl- und Heizölpreise. Die Nachfrage der Heizölverbraucher ist nahezu zum Erliegen gekommen.

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