Heizölpreise klettern zum Wochenstart um 0,6 ct/l

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Start der neuen Woche stiegen die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um 0,6 ct/l an. Hierbei zeigt sich jedoch bei der regionalen Betrachtung ein sehr differenziertes Bild. Trotz des insgesamt deutlichen Preisanstieges, kletterten die Heizölpreise lediglich in 9 Bundesländern. In den anderen 7 Bundesländern kam es hingegen teilweise zu erheblichen Preisnachlässen. Mit 0,7 bis 0,8 ct/l stiegen die Heizölpreise besonders deutlich in Hessen und dem Saarland. Dementgegen gaben die Heizölpreise in Bayern und Sachsen-Anhalt um 0,7 bis 0,8 ct/l nach.

Wie auch zum Ausklang der letzten Woche führten die gesunkenen Rohölpreise nicht zu gleichfalls sinkenden Heizölpreisen. Der Grund hierfür kam wiedermal vom Devisenmarkt, wo der €uro gegen den Dollar auf den tiefsten Stand seit über zwei Jahren gesunken ist. Mit unter 1,25 €/$ befindet sich der €uro generell auf einem so niedrigen Niveau, wie es in den letzten Jahren nur an einigen Wochen feststellbar war. Neben dem Druck, den auch der Devisenmarkt auf den Rohölmarkt ausübt, sorgten heute auch schwache chinesische Konjunkturdaten für sinkende Preise. So gab die europäische Leitsorte BRENT um rund 0,5 $/b nach und wurde am Montagmorgen bei 85,6 Dollar je Barrel gehandelt. Von der OPEC kommen erneut eindeutige Signale, dass das Ölkartell wohl keine Kürzung der Ölfördermengen vornehmen wird. Bei dem aktuell sehr niedrigem Preislevel sieht die OPEC andere Förderländer und -methoden unter Zugzwang und spekuliert darauf, ihre zuletzt leicht schwindende Marktstellung wieder zu festigen.

Durch den spürbaren Preisanstieg der vergangenen Woche sind die Heizölpreise auf den höchsten Stand seit rund einem Monat geklettert. Dennoch liegen die Heizölpreise im Vergleich mit den Vormonaten und Vorjahren weiterhin auf einem sehr günstigen Niveau. Es kann sich bei dem aktuellen Marktumfeld nun aber auch wieder lohnen, auf sinkende Heizölpreise zu spekulieren. Dementsprechend hat das Kaufinteresse der Verbraucher spürbar abgenommen.

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