Heizölpreise klettern weiter

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach der gestrigen kurzen Verschnaufpause kletterten die Heizölpreise auf Freitag wieder an. Im bundesweiten Durchschnitt stiegen die Heizölpreise um knapp 0,4 ct/l an. In einigen Bundesländern kam es sogar zu sehr viel deutlicheren Anstiegen. Der mit Abstand deutlichste Anstieg war mit 1,1 ct/l erneut in Bayern festzustellen. Aber auch in Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland stiegen die Heizölpreise um gut 0,5 ct/l an. Dem entgegen fielen die Preisanstiege in Brandenburg, Berlin, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen mit 0,1 bis 0,2 ct/l recht moderat aus.

Dem Rohölmarkt fehlt es weiterhin an richtungsweisenden Impulsen. Der weltgrößte Ölmarkt USA versorgt sich durch den Fracking-Boom zunehmend selbst und auch in Europa ist die Nachfrage aufgrund des stagnierenden Wirtschaftswachstums und des schwachen €urokurses zurückhaltend. Das Ölangebot zeigt sich hingegen krisenfest und kann den Markt mehr als ausreichend versorgen. So sorgen auch schlechte Nachrichten aus den geopolitischen Krisenherden nicht für Preisanstiege. Daher zeigt sich die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT auf Freitag weiterhin recht stabil und notierte am Morgen bei 102,8 Dollar je Barrel. Derzeit kommen die Preisanstiege bei Heizöl vielmehr vom Devisenmarkt. Die weiter an Fahrt aufnehmende US-Wirtschaft und die schwächelnde EU-Konjunktur drücken den €uro auf Jahrestiefststände.

Da nicht absehbar ist wann der €uro seine derzeitige Abwärtsbewegung beenden wird und unterschwellig auch ein Risiko auf eine Kehrtwende der Rohölpreise besteht, empfehlen wir weiterhin das aktuell noch recht günstige Preisniveau für eine frühzeitige Winterbevorratung zu nutzen. Die Nachfrage ist ungebrochen auf hohem Niveau, so dass es vereinzelt zu längeren Lieferzeiten bei den Heizölhändlern kommen kann.

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