Heizölpreise klettern um weitere 0,3 Cent/Liter

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auch zum Wochenschluss legten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,3 Cent/Liter zu. Bei der regionalen Betrachtung zeigte sich heute jedoch ein sehr voneinander abweichendes Bild. Während die Heizölpreise in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein unverändert auf dem gestrigen Preisniveau verharrten und in Nordrhein-Westfalen sogar um knapp 0,3 ct/l nachgaben, zogen die die Heizölpreise in allen anderen Bundesländern teilweise sogar kräftig an. Hierbei entfielen die deutlichsten Preisanstieg, bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl, mit 1,1 bis 1,3 Cent/Liter auf Baden-Württemberg und das Saarland.

Zunächst sah es am gestrigen Handelstag so aus als würde sich die Erholung der Rohölpreise noch ausweiten. Besonders die jüngsten Meldungen aus den USA stützen die Ölpreise, denn aus der größten Volkswirtschaft der Welt kamen zuletzt gute Konjunkturdaten, die US-Öllager gingen zurück und immer noch erwarten viele Marktbeobachter einen Rückgang der amerikanischen Schieferölförderung, obwohl die Ölbohraktivitäten zuletzt wieder zugenommen hatten. Neben diesen bullischen Impulsen sorgen die guten US-Konjunkturdaten aber auch dafür, dass die Zinswende der FED immer näher rückt. Dies lässt den Dollar am Devisenmarkt steigen und führt zu einem Rückgang der Ölnachfrage außerhalb der USA. Daher übte der US-Markt indirekt auch wieder Druck auf die Ölnotierungen aus. Zudem nahmen schwache Wirtschaftsdaten aus China dem Preisanstieg den Wind aus den Segeln. In Summe gab die europäischen Leitsorte BRENT daher ihre gestrigen Gewinne wieder ab und gab um gut einen halben Dollar je Barrel nach. Mit rund 53 $/b notierte BRENT somit am Freitagmorgen wieder auf einem der niedrigsten Stände des letzten halben Jahres. Da der €uro jedoch an Wert gegen den Dollar verloren hat und einige Händler in den letzten Tagen noch keine Preiserhöhungen vorgenommen hatten, kamen die gestrigen Preisrückgänge vom Rohölmarkt heute nicht bei den Heizölpreisen an.

Die Heizöl-Nachfrage hat in dieser Woche massiv angezogen. Die meisten Verbraucher haben ihre Zurückhaltung aufgegeben und nutzten die sehr günstigen Heizölpreise für eine frühzeitige Bevorratung. Hierbei wurden häufig auch kleinere Mengen geordert um das Risiko zu verteilen oder auch um die noch recht gut gefüllten Tanks komplett zu befüllen und die derzeit guten Konditionen mitnehmen zu können. Da sich die gestrige "Erholung" der Ölpreise nicht ausweiten konnte, stehen die Aussichten für die kommenden Tagen bei 50 zu 50. Sowohl eine Rückkehr zum Abwärtstrend, wie auch ein Ausbruch nach oben sind bei der aktuellen Marktlage denkbar. Wer kein Risiko eingehen will, der kann auch heute noch zu einem der besten Kaufzeitpunkte der letzten sechs Jahre Heizöl bestellen.

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