Heizölpreise in den letzten zwei Tagen deutlich gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Im bundesweiten Durchschnitt stiegen die Heizölpreise in den vergangenen zwei Tagen um 1,7 Cent/Liter an. Damit hat sich in den letzten zehn Tagen ein kleiner Aufwärtstrend entwickelt und die Heizölpreise sind in diesem Zeitraum um insgesamt 3,5 ct/l geklettert. Bei der regionalen Betrachtung zeigte sich zum Wochenschluss wieder ein recht einheitliches Bild. So stiegen die Heizölpreise in allen Bundesländern mit Ausnahme von einigen Ausreißern recht ähnlich an. Der mit Abstand deutlichste Preisanstieg entfiel mit knapp 2,4 ct/l auf Sachsen-Anhalt und der geringste Anstieg der Heizöpreise war mit 1,2 ct/l in Bayern zu verzeichnen. Ansonsten liegt die große Masse der Preisanstiege in den vergangenen zwei Tagen bei 1,6 bis 1,8 Cent je Liter Heizöl.

Die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt fielen zuletzt eher schlecht aus. So kletterten die Rohölpreise in den letzten zwei Tagen und zeigen sich auf ihrem derzeitigen Preisniveau wieder stabiler. Zwar hat sich an der massiven Überversorgung des Ölweltmarktes nichts geändert, aber der niedrige Ölpreis sorgt für Probleme in den Förderländern. Geringere Staatseinnahmen und daraus resultierende innenpolitische Unruhen, Streichung von Arbeitsplätzen sowie ausbleibende Investitionen in neue Förderprojekte sorgen derzeit dafür, dass eine Ende des Preisverfalls nun politisch gewünscht und an den Börsen wohl auch gesehen wird. Dies führt zu einer Stützung der Rohölpreise, so dass die europäische Leitsorte BRENT in den letzten zwei Tagen um gut einen Dollar je Barrel kletterte. Am Freitagmorgen stand BRENT somit bei 49,5 Dollar/Barrel. Deutlich preistreibender fielen jedoch die Vorgaben vom Devisenmarkt aus. Hier fiel der €uro gegen den Dollar trotz 11-Jahres-Tief um weitere gut 2 Prozent, nachdem die EZB gestern den Kauf von Staatsanleihen in Höhe von über 1 Billionen €uro bis September 2016 bekannt gab. Die Talfahrt des €uro wird mit dem aktuellen Tief jedoch noch nicht zu Ende sein, so dass die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt zurzeit eher negativ ausfallen.

Auch der Ausblick auf die kommenden Tage sieht eher trüb aus. Zwar könnten die Heizölpreise nach dem heutigen Preisanstieg in der kommenden Woche zunächst wieder nachgaben. Allerdings besteht besonders bei weiter fallendem €uro eher die Wahrscheinlichkeit, dass die Heizölpreise weiter anstiegen. Daher gehen sehr viele Verbraucher kein Risiko ein und nutzen die weiterhin sehr günstigen Heizölpreise für eine Bestellung zum jetzigen Zeitpunkt. Hierdurch sind die Auftragsbücher der Heizölhändler gut gefüllt und die Kunden sollten sich auf längere Lieferzeiten einstellen.

Zurück