Heizölpreise im neuen Jahr kaum verändert

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die erste Woche des Jahres ist vorbei und endete mit Preisnachlässen. Nachdem die Heizölpreise im Verlauf der Woche einigen Schwankungen unterlagen, verzeichneten sie auf Wochensicht gesehen ein minimales Plus, auch weil die Heizölpreise auf den heutigen Freitag im bundesweiten Durchschnitt um knapp 0,3 Cent/Liter nachgaben. Eine Bestellung von 2.000 Litern kostet somit im Mittel aktuell 61,20 €uro pro 100 Liter Heizöl.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisrückgängen in allen Bundesländern. Sogar die Höhe der Preisnachlässe lag eng beieinander. So gaben die Heizölpreise gleich in elf Bundesländern um rund 0,2 Cent/Liter nach. In den verbleibenden fünf Bundesländern gingen die Heizölpreise um 0,3 bis 0,4 Cent/Liter zurück. Dabei entfiel der kräftigste Rückgang mit gut 0,4 Cent/Liter auf Bayern.

 

Aussicht und Empfehlungen

Seit Anfang des Jahres haben sich die Heizölpreise kaum verändert. Es waren zwar einige Schwankungen feststellbar, aber unterm Strich halten die Heizölpreise das aktuelle Level von im Mittel rund 61 Cent/Liter. An den Rohstoffbörsen halten sich Händler zurzeit zurück und warten auf die ersten Daten zu den aktuellen Fördermengen der OPEC-Staaten.

Sollte das Ölkartell bei der Umsetzung der beschlossenen Förderkürzung scheitern, dann hätten die Ölpreise Spielraum nach unten. Gelingt es den an der Förderreduzierung beteiligten 20 Ländern das Überangebot auf dem Weltölmarkt im ersten Halbjahr 2017 abzubauen, werden die Ölpreise weiter steigen. Für Heizölkunden besteht daher weiterhin ein nicht unerhebliches Risiko, dass eine Heizöl-Bestellung in den kommenden Monaten deutlich teurer werden wird als zurzeit.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Am gestrigen Handelstag legten die Ölpreise zunächst weiter zu, gingen dann jedoch in der zweiten Tageshälfte zurück, nachdem das US-Energieministerium die neuesten US-Öllagerbestände veröffentlicht hatte. Insgesamt war auf den heutigen Freitag dennoch ein leichter Anstieg der beiden Rohöl-Leitsorten um knapp 0,4 $/b zu verzeichnen. Die Nordsee-Ölsorte BRENT wurde somit am Morgen bei 56,7 Dollar/Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI notierte bei 53,6 Dollar/Barrel.

In den USA kam es laut dem Department of Energy (DOE) zu einer massiven Verschiebung von den Rohöllagern in die Lagerbestände der Ölprodukte. So war in der letzten Woche des alten Jahres bei den US-Rohöllagern ein deutlicher Rückgang in Höhe von 7,1 Mio. Barrel zu verzeichnen. Die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) legten in Summe jedoch um erhebliche 18,5 Mio. Barrel zu. Insgesamt sind die US-Öllager somit um kräftige 11,4 Mio. Barrel gestiegen, was sich am Ölmarkt preisdämpfend ausgewirkt hat.

Im Fokus der Händler stehen jedoch weiterhin die Entwicklungen bei der beschlossenen Ölförderreduzierung der OPEC mit weiteren Ölförderländern. Dabei schwanken Anleger zwischen der Erwartung, dass es dem Ölkartell, nach Jahren der Uneinigkeit gelingt die beschlossene Produktionskürzung durchzuführen und somit die Überversorgung des Weltölmarktes im ersten Halbjahr 2017 zu beenden und der Skepsis, dass genau dieses Ziel nicht erreicht werden wird.

Tendenziell werden die Ölpreise zurzeit allerdings durch den OPEC-Beschluss gestützt, auch weil zurzeit einiges darauf hindeutet, dass sich mehrere Länder an die getroffenen Absprachen halten. Neben Katar, wo bereits zu Wochenbeginn eine Förderkürzung angekündigt wurde, kamen nun auch entsprechende Meldungen aus dem Irak. Der Öl-Minister des Irak betonte, dass somit das OPEC-Mitglied mit der aktuell zweitgrößten Ölproduktion die bestehende Vereinbarung des Ölkartells umsetze und die Öl-Produktion zurückfahre.

Am Devisenmarkt konnte der €uro zum Jahresbeginn spürbar Boden gegen den US-Dollar gut machen und auf ein Drei-Wochen-Hoch klettern. Gestützt wurde der €uro dabei von den Bedenken, die die Chefetage der FED gegen den künftigen US-Präsidenten hat. So wurde Trump im jüngsten Protokoll der US-Notenbank als Unsicherheitsfaktor bezeichnet.

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