Heizölpreise gingen auf Mittwoch um 0,5 ct/l zurück

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zur Mitte der Woche gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,5 Cent/Liter nach. Auch regional war in fast allen Bundesländern ein flächendeckender Anstieg der Heizölpreise feststellbar. Lediglich in Bayern und Sachsen-Anhalt blieben die Heizölpreise konstant bzw. legten um gut 0,2 ct/l zu. Bei den Preisnachlässen entfielen die deutlichsten mit 0,7 bis ,8 ct/l auf Bremen, Hessen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein.

Die Nachrichtenlage am Ölmarkt bleibt weiterhin sehr dünn. Gestern teilte das American Petroluem Institut (API) mit, dass die US-Rohöllager weiter gestiegen sind und somit ein weiteres Allzeithoch erreicht haben. An den Börsen fiel die Reaktion darauf jedoch abwartend aus, denn zumeist wird hier noch auf die Bestätigung der Lagerdaten durch das amerikanische Energieministerium (DOE) am späten Mittwochnachmittag gewartet. Ansonsten richten sich die Blicke weiterhin auf das schweizerische Lausanne, wo die Verhandlungen um das iranische Atomprogramm um einen weiteren Tag verlängert wurden. Auch wenn man sich in einigen Punkten noch nicht einig geworden ist, so rechnet derzeit niemand mit einem Scheitern der Verhandlungen. Sollte eine Einigung erzielt werden, so wird dem bereits massiv überversorgten Weltölmarkt noch mehr Rohöl zur Verfügung stehen, denn dann kann der Iran wieder ungehindert Öl exportieren. Nicht nur die gut gefüllten iranischen Rohöllager würden dem Weltmarkt dann zur Verfügung stehen, auch der wohl folgende Ausbau der iranischen Ölförderung würde die Angebotslage auf dem Ölmarkt weiter erhöhen. Die Verbraucher kann es freuen, denn die Rohölpreise könnten dann noch etwas nachgeben oder zumindest länger auf ihrem aktuell sehr niedrigen Niveau verharren. Auf Mittwoch gab die europäische Leitsorte BRENT bereits um weitere 0,8 $/b nach und wurde somit am Morgen bei 55,0 Dollar/Barrel gehandelt. Dieser Rückgang kam heute auch nahezu vollständig bei den Heizölpreisen an, da sich der €uro gegen den Dollar konstant auf seinem Vortagesniveau hielt.

Wie oben beschrieben kann in den kommenden Tagen mit einem weiteren Rückgang der Rohölpreise gerechnet werden. Und da sich der €uro zuletzt wieder stabiler zeigte, würde dies auch direkt auf die Heizölpreise durchschlagen. Es kann sich daher bei der aktuellen Marktlage lohnen mit einer Bestellung zu warten. Dass dies auch viele Verbraucher so einschätzen, zeigt sich an der aktuell sehr zurückhaltenden Nachfrage.

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