Heizölpreise gehen stabil ins Wochenende

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach der gestrigen Kurskorrektur veränderten sich die Heizölpreise auf den heutigen Freitag im bundesweiten Mittel kaum und gehen mit durchschnittlich 57,4 Cent/Liter stabil ins Wochenende. Bei der regionalen Betrachtung zeigte sich hingegen ein differenzierteres Bild. So kletterten die Heizölpreise in Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz um 0,6 bis hin zu 2,2 Cent/Liter. In Bayern gaben die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändlern hingegen um kräftige 1,6 Cent/Liter nach. In den meisten Bundesländern waren jedoch keine oder nur leichte Preisveränderungen nach unten feststellbar.

Am gestrigen Handelstag gaben die Rohölpreise erneut leicht nach, stabilisierten sich jedoch am Freitagmorgen. So gab die europäische Leitsorte BRENT auf Freitag um gut 0,4 $/b nach und notierte am Morgen bei 48,3 Dollar/Barrel. Weiterhin lasten das weltweite Überangebot an Rohöl und Sorgen über die Ölnachfrage, ausgehend von einem global schwachen Wirtschaftswachstum auf den Ölpreisen. Zur Freude der Verbraucher bleibt die Stimmung am Ölmarkt pessimistisch. Trotz der seit langem für viele Förderländer und die Ölindustrie zu niedrigen Ölpreise, ist daher zurzeit nicht mit einem nachhaltigen Anstieg der Rohölpreise zu rechnen. Im Gegenteil könnte ein anziehender Dollarkurs den Preisdruck auf die Ölnotierungen sogar noch erhöhen. Daher gehen viele Experten davon aus, dass sich die Stimmung am Ölmarkt erst dreht, wenn ein starker Rückgang der US-Ölproduktion oder eine andere Reaktion des Marktes auf der Angebotsseite zu sehen ist. Sollte sich an der aktuellen Situation nichts ändern, so ist ein Rückgang der Ölpreise wohl wahrscheinlicher als ein Anstieg. Am Devisenmarkt könnte es für den bereits angeschlagenen €urokurs heute erneut schlechte Nachrichten geben, denn heute werden die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Oktober veröffentlicht. Da mit einer weiterhin guten Entwicklung des amerikanischen Arbeitsmarkt gerechnet werden kann und dieser ein Schlüsselindikator für eine Zinswende der FED ist, dürfte sich die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung in den USA erhöhen. Dies könnte den €uro heute weiter unter Druck setzen.

Die Nachfrage nach Heizöl ist weiterhin ruhig, denn viele Verbraucher warten das aktuelle "Preishoch" ab und setzen auf wieder fallende Heizölpreise. Auch wir sind der Meinung, dass dies zum aktuellen Zeitpunkt die richtige Vorgehensweise ist. Auch wenn Börsenhändler in den kommenden Wochen immer mal wieder einen Anstieg der Ölnotierungen testen könnten, so wird die anhaltende Überversorgung des Weltölmarktes wohl preisbestimmend bleiben. Schaut man auf den gesamten Wochenverlauf, so ist Rohöl BRENT um 1,3 $/b gesunken, allerdings fiel auch der €uro gegen den Dollar um 1,4 % zurück und verhinderte so einen Rückgang der Heizölpreise. Dies bleibt aus unserer Sicht auch der Tenor für die weitere Preisentwicklung. So könnte ein weiter nachgebender €uro einem Rückfall der Heizölpreise auf das Preislevel von vor einer Woche im Wege stehen.

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