Heizölpreise geben weiter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Mittwoch haben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,4 Cent je Liter nachgegeben. Damit sind die Heizölpreise innerhalb der vergangenen acht Tage um beachtliche 4,3 ct/l gesunken und befinden sich aktuell auf einem neuen Rekordtief der vergangenen vier Jahre.

Der Fokus des Weltölmarktes richtet sich zurzeit auf die anstehende OPEC-Konferenz. Denn einzig das Förderkartell könnte derzeit entscheidenden Einfluss auf die Rohölpreise nehmen und in der kommenden Woche eine Kürzung ihrer Förderquoten beschließen. Allerdings herrscht innerhalb der OPEC Uneinigkeit über das weitere Vorgehen. Förderländer wie Venezuela plädieren für eine Förderkürzung, OPEC-Leader Saudi-Arabien ist klar dagegen. Venezuela zur Hilfe kommt das stark vom Rohölpreis abhängige, nicht OPEC-Mitglied Russland. So will Moskau wohl seinen Einfluss geltend machen und auf eine OPEC-Förderkürzung hinwirken. Auf den heutigen Mittwoch stieg die europäische Leitsorte BRENT um gut 0,7 $/b an und notierte am Morgen mit 78,6 Dollar je Barrel. Der €urokurs zeigte sich in dieser Woche recht stabil.

Die kommende Woche bleibt für Heizölkunden spannend. Viel hängt vom anberaumten OPEC-Meeting in einer Woche ab. Bisher sieht es so aus, als würde die OPEC den Preisverfall des Rohöls nicht stoppen wollen, da zumindest Saudi-Arabien das Ziel verfolgt, teure Fördermethoden aus dem Markt zu drängen. Allerdings wächst der Druck auf die OPEC und es mehren sich Stimmen aus Wirtschaft und Politik, die eine Förderkürzung für angebracht halten. Daher ist ein denkbarer Drosselungsbeschluss der OPEC mit ins Kalkül zu ziehen und somit auch ein eventuell sprunghafter Wiederanstieg der Rohölpreise zum Dezember.

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