Heizölpreise geben weiter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auch auf Mittwoch gaben die Heizölpreise im bundesweiten Mittel um weitere 0,3 ct/l nach. So stiegen regional betrachtet die Heizölpreise lediglich in Mecklenburg-Vorpommern um knapp 0,2 ct/l an. In allen anderen Bundesländern blieben die Preise stabil oder gingen weiter zurück. Die deutlichsten Preisnachlässe sind mit 0,7 bis 0,8 ct/l in Bayern, Berlin und Brandenburg zu verzeichnen.

Die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt hätten auf den heutigen Mittwoch auch eine leichte Preiserhöhung gerechtfertigt. Die Rohölkontrakte werden nach dem gestrigen Rückgang heute wieder durch die geopolitischen Krisen in der Ukraine und dem Irak gestützt. BRENT legte daher auf Mittwoch wieder um 0,4 Dollar zu und wurde am Morgen bei 114,2 $/b gehandelt. Der €uro hält sich weiterhin erstaunlich stabil gegen den US-Dollar.

Auch wenn die Heizölpreise aktuell auf dem Niveau der Junimonate der Vorjahre liegen, ist die Heizöl-Nachfrage durch den rasanten Anstieg der letzten Wochen nahezu zum Erliegen gekommen. Der Irak, der aktuell rund vier Prozent des Weltölbedarfs stellt und ca. zehn Prozent der OPEC-Produktion liefert, wird in den kommmenden Wochen das Hauptthema am Ölmark bleiben, auch wenn der wichtigste Teil der irakischen Ölproduktion im Süden des Landes stattfindet, der bisher von Kämpfen verschont geblieben ist. Solange die Krisen in der Ukraine und dem Irak weiter schwelen aber nicht eskalieren, könnten sich die Heizölpreise auf dem nun höheren Preisniveau festsetzen und in den nächsten Tagen seitwärts tendieren. Allerdings kann auch ein weiterer Anstieg nicht ausgeschlossen werden.

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