Heizölpreise gaben zum Wochenstart weiter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Start der neuen Woche knüpften die Heizölpreise an den leichten Rückgang vom Ende der zurückliegenden Woche an und gaben im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,3 Cent/Liter nach. Damit kostete Heizöl am heutigen Montagmorgen im Mittel 46,45 €uro/100 Liter. Auch bei der regionalen Betrachtung waren im ganzen Bundesgebiet flächeneckend Preisnachlässe zu verzeichnen. Die kräftigsten Preisrückgänge in Höhe von 0,9 Cent/Liter entfielen dabei auf die tanke-günstig Partnerhändler im Saarland. Aber auch in Bremen, Hessen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein gaben die Heizölpreise um knapp einen halben Cent je Liter nach. Nahezu unverändert blieben die Heizölpreise unterdessen in Bayern und Sachsen-Anhalt.

Entwicklungen am Ölmarkt

Am Freitag hatte es kaum relevante Nachrichten für den Ölmarkt gegeben. Wie so häufig nahmen einige Börsenhändler ihre Gewinne zum Wochenschluss jedoch mit, was die Rohölpreise leicht nachgeben ließ. So ging BRENT auf Montag um knapp 0,7 $/b zurück und wurde am Vormittag bei 40,1 Dollar/Barrel gehandelt. Auch die US-Sorte WTI gab um einen halben Dollar je Barrel nach und notierte am Montagvormittag bei 38,2 Dollar/Barrel.

Am Freitagvormittag hatte die Internationale Energieagentur (IEA) ihren Monatsbericht für März veröffentlicht, welcher jedoch keine neuen Erkenntnisse brachte. Wie zuvor geht die Agentur davon aus, dass die globale Ölnachfrage in diesem Jahr um 1,2 Millionen Barrel pro Tag zunehmen wird und dass die Ölförderung, besonders in Ölförderländern außerhalb der OPEC, spürbar zurückgehen wird, weil dort die Förderkosten in der Regel höher sind wie bei den OPEC-Staaten. Laut IEA sollte daher die lange Talfahrt der Ölpreise vorerst beendet sein.

Dieser Einschätzung entgegen, stehen jedoch die jüngsten Aussagen des iranischen Ölminister Bidschan Sanganeh, der erneut bekräftigte, dass sein Land erst über eine Förderbegrenzung reden will, wenn es selbst wieder deutlich mehr Öl fördert und wieder zur alten Stärke am Ölmarkt zurückgefunden hat. So will der Iran die eigene Ölproduktion mindestens wieder auf vier Millionen Barrel pro Tag steigern, bevor man in Verhandlungen eintreten werde. Das ursprünglich für Mitte März geplante Treffen, in dem wichtige OPEC und Nicht-OPEC-Ölförderländer über eine Begrenzung der Fördermengen beraten wollten, wird daher vermutlich nicht stattfinden.

Am Devisenmarkt gab der zuletzt überraschend gestiegene €uro wieder leicht gegen den US-Dollar nach, befindet sich jedoch mit gut 1,11 Dollar/€uro immer noch auf einem robusten Stand, im Hinblick auf die zuletzt verkündete Ausweitung der expansiven Geldpolitik der europäischen Zentralbank.

Aussicht und Empfehlungen

Die Stimmung am Ölmarkt ist zurzeit sehr schwankungsanfällig. Die Kauflaune der Börsenakteure hat nach dem rapiden Anstieg der letzten Wochen allerdings abgenommen. Die Preise für die Rohölsorter BRENT halten sich seit nunmehr einer Woche bei rund 40 Dollar/Barrel und scheinen sich dort zu stabilisieren. Eine klare Richtung der Rohölpreise ist für die kommenden Tage jedoch weiterhin nicht erkennbar. Bei den Heizölpreisen halten wir allerdings aktuell eine Korrektur nach unten für wahrscheinlicher, da der Preissprung vom Beginn der zurückliegenden Woche womöglich zu kräftig ausgefallen war.

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