Heizölpreise gaben zum Wochenstart weiter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Start der neuen Woche sind die Heizölpreise bei den tanke-günstig Partnerhändlern erneut gesunken. Mit im bundesweiten Durchschnitt rund 0,7 Cent/Liter entsprach der Rückgang den Vorgaben vom Rohölmarkt. Heizöl kostete somit am Montagmorgen im Mittel 41,5 Cent/Liter. Bei der regionalen Betrachtung zeigte sich heute ein recht einheitliches Bild. So gaben die Heizölpreise in allen Bundesländern in einer Bandbreite von 0,4 bis 1,3 Cent/Liter nach.

Entwicklungen am Ölmarkt

Der Zickzack-Kurs der Rohölpreise hält weiter an. Nachdem die Ölpreise am Freitag deutlich gefallen waren, legten die Notierungen zum Wochenstart wieder zu. Obwohl die meisten Börsenhändler weiterhin skeptisch sind, dass die von Russland initiierten Bemühungen für eine Begrenzung der weltweiten Ölfördermengen Früchte tragen, kam es am Montagmorgen zu einer Gegenbewegung nach den deutlichen Verlusten vom Ende der vergangenen Woche. Im Vergleich zu Freitagmorgen war auf den heutigen Montag in Summe dennoch ein Rückgang der europäischen Leitsorte BRENT um 0,6 $/b zu verzeichnen, so dass BRENT am Morgen bei 33,5 Dollar/Barrel stand.

Das besonders stark unter dem Ölpreisverfall leidende OPEC-Mitglied Venezuela setzt nach den letzten Gesprächen mit führenden Ölförderländern nach und will demnächst neue Vorschläge im Kampf gegen den Ölpreisverfall vorlegen. Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro setzt sich schon seit langem erfolglos für eine Förderkürzung ein. Der Einfluss Venezuelas innerhalb der OPEC ist wohl zu gering um für einen Strategiewechsel sorgen zu können, obwohl Venezuela mit geschätzten 300 Milliarden Barrel über die größten Ölreserven aller Ölförderländer verfügt. Die zurzeit taktangebenden OPEC-Länder wollen ihre Fördermengen höchstens auf dem aktuellen Niveau einfrieren aber nicht kürzen. Und aus Teheran wird weiterhin die Absicht bekräftigt, dass der Iran wieder zur Nummer Zwei der OPEC aufsteigen will und daher seine Ölexporte in den kommenden Monaten ausweiten wird.

Außerdem werden die Ölpreise, durch die erneut auf ein Rekordniveau gekletterten US-Öllagerbestände, weiterhin unter Druck gehalten. Die Entwicklung der US-Öllager in den vergangenen Jahren verdeutlicht wie erheblich die aktuelle Überversorgung des Rohölmarktes ist. Seit Jahresbeginn sind die US-Öllager in Summe um gut 50 Mio. Barrel gestiegen. Um diesen Anstieg in ein Verhältnis zu setzen, ziehen wir vergleichsweise den Anstieg zwischen Januar 2005 und Dezember 2014 heran, der in Summe knapp 80 Mio. Barrel betragen hat. Die US-Öllager sind also im letzte halben Jahr stärker gestiegen als in den 10 Jahren davor. Seit 2009 bis Ende 2014 schwankten die amerikanischen Lagerbestände recht stabil um gut 700 Mio. Barrel herum. Im Dezember 2014 begann dann der rasante Höhenflug. Innerhalb von nur 15 Monaten kletterten die gesamten Öllagerbestände der USA von 705 auf 925 Mio. Barrel, was einem Anstieg von über 30 % gleichkommt.

Aussicht und Empfehlungen

Weiterhin bleibt die Stimmung am Ölmarkt unruhig und die Rohölpreise bewegen sich rauf und runter. Börsenhändler testen immer wieder ob sich die Ölpreise nach oben drängen lassen, aber die aktuelle Überversorgung lässt eine nachhaltige Aufwärtsbewegung derzeit nicht zu. Bedingt durch die insgesamt bessere Stimmung an den internationalen Finanzmärkten besteht dennoch ein gewisses Risiko, dass sich die Rohölpreise von den Fundamentaldaten entkoppeln und spekulationsgetrieben nach oben ausbrechen könnten.

Im Wesentlichen bleibt der Ölmarkt aber weiterhin durch das weit über der Nachfrage liegende Angebot dominiert. Vom €uro-Dollar-Wechselkurs kommen zurzeit keine Preisimpulse, da sich dieser bei gut 1,11 $/€ stabilisiert hat. Entsprechend der schwankenden Rohölpreise weisen auch die Heizölpreise zurzeit einen volatilen Verlauf auf. Die Bandbreite der Schwankungen ist jedoch relativ eng, so dass die Heizölpreise seit sechs Wochen zwischen 37,5 und 42,5 Cent/Liter liegen.

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