Heizölpreise gaben zum Wochenstart weiter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Bei einem stabilen €urokurs und leicht nachgebenden Rohölnotierungen gaben die Heizölpreise auf Montag im bundesweitem Durchschnitt um rund 60 Cent je 100 Liter nach. Bei der regionalen Betrachtung war ein Rückgang der Heizölpreise in allen Bundesländern zu verzeichnen, außer in Baden-Württemberg und Bayern, wo Heizöl heute um 0,1 bis 0,2 ct/t teurer wurde. Die Bandbreite der Preisrückgänge lag eng beieinander. So entfiel der geringste Preisnachlass mit gut 0,5 Cent/Liter auf Hessen, die kräftigsten Preisrückgänge waren mit knapp einem Cent je Liter in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein feststellbar.

Im Freitagsverlauf und auch zum heutigen Start der neuen Woche blieben deutliche Impulse am Ölmarkt vorerst aus. Während die Rohölpreise am Freitag leicht angestiegen waren, gaben sie heute im frühen Handel wieder nach. Unterm Strich war am Montagmorgen im Vergleich zu Freitagmorgen jedoch ein Rückgang der europäischen Leitsorte BRENT um gut 0,5 $/b zu verzeichnen, so dass BRENT zum Wochenstart wieder bei 48 Dollar/Barrel gehandelt wurde. Den gesamten September notiert BRENT somit knapp unter der 50-Dollar-Marke. Vorerst scheint man sich an den Ölbörsen wohl einig zu sein, dass dieses Preislevel eine realitätsnahe Bewertung der aktuellen Angebots-Nachfrage-Situation am Weltölmarkt darstellt. Darüber hinaus haben Spekulanten ihren Fokus seit einigen Monaten nicht auf den Ölmarkt gerichtet. Wie lange dieser Zustand, bei den zurzeit extrem niedrigen Ölpreisen und der weiterhin expansiven Geldpolitik der Notenbanken, noch anhalten wird, ist jedoch fraglich. Es käme zumindest nicht überraschend, wenn an den Börsen in den kommenden Tagen eine Erholungsphase der Ölpreise einsetzen würde. Dafür wird aber eine Nachricht benötigt, die den entsprechend preissteigernden Impuls gibt. Dies könnte z.B. ein Rückgang der US-Schieferölförderung oder ein Abbau der US-Öllager sein. Zum heutigen Wochenstart blieb dieser Impuls vorerst aus. Im Gegenteil wurden die Ölpreise durch wieder mal schwache Konjunkturdaten aus China belastet. Denn in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt waren die August-Gewinne der Industrieunternehmen im Vergleich zum Vorjahr um knapp neun Prozent gesunken und somit auch deutlich stärker gefallen als im Monat zuvor. Am Devisenmarkt startete der €uro gegen den Dollar stabil in die Woche und setzte somit die seit einer Woche anhaltende Seitwärtsbewegung weiter fort.

Die hiesigen Heizölpreise befinden sich im Vergleich zu den Vorjahren und auch im Rückblick auf das laufende Jahr weiterhin auf einem attraktiven Niveau. Daher ist die Nachfrage der Heizöl-Verbraucher ungebrochen belebt. Auch wenn man den Blick in die Zukunft richtet, scheinen uns die aktuellen Heizölpreise für eine Winterbevorratung gut geeignet zu sein. Denn es besteht die Gefahr, dass die Stimmung am Ölmarkt nach einer wochenlangen Seitwärtsbewegung nun kippen könnte und dass Spekulanten einen Anstieg der Ölnotierungen testen könnten, welcher zumindest kurzfristig auch übertrieben stark ausfallen könnte. Wer vor der anstehenden Heizperiode kein Risiko eingehen will, der findet aktuell weiterhin einen guten Kaufzeitpunkt vor.

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