Heizölpreise gaben zum Wochenstart leicht nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenauftakt gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um 0,5 Cent/Liter und gingen somit auf 47,81 €uro pro 100 Liter Heizöl zurück. Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreisentwicklung waren in nahezu allen Bundesländern Preisrückgänge zu verzeichnen. Lediglich in Rheinland-Pfalz kletterten die Preise für Heizöl um knapp 0,1 Cent/Liter. Ansonsten gingen die Heizölpreise überall in Deutschland unterschiedlich stark zurück. Die deutlichsten Preisnachlässe entfielen mit 0,9 bis 1,0 Cent/Liter auf die tanke-günstig Partnerhändler in Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt.

Entwicklungen am Ölmarkt

Am Freitag haben die Rohölpreise ihre anfänglichen Gewinne wieder weitgehend abgegeben und auch am heutigen Montagmorgen gaben die Ölpreise weiter nach. Nachdem die Ölnotierungen in der vergangenen Woche einen Zickzack-Kurs vollführt hatten und die Nordseesorte BRENT zwischenzeitlich sogar auf den höchsten Stand seit knapp fünf Monaten gestiegen war, ist nun ein leichter Rückgang zu verzeichnen. So gab BRENT zwischen Freitag- und Montagmorgen 0,7 $/b nach und notierte heute bei 44,5 Dollar/Barrel. Die US-Sorte WTI ging mit 0,8 $/b ähnlich stark zurück und wurde am Montagmorgen bei 43,1 Dollar/Barrel gehandelt.

Der Ölmarkt zeigt sich weiterhin von seiner finanzmarktgetriebenen Seite, was die Lage für Anleger unübersichtlicher macht und für Nervosität sorgt. Die Nachrichtenlage spielt für Händler zurzeit eine unwichtigere Rolle als der allgemeine Kursverlauf der Ölnotierungen und die Notwenigkeit den richtigen Einstiegs- oder Ausstiegsmoment nicht zu verpassen. Eher als Hintergrundrauschen wurden letzte Woche Meldungen zur gesunkenen Ölproduktion in den USA als preisstützend wahrgenommen. Heute Morgen belasteten Aussichten auf ein höheres Ölangebot auf dem Weltmarkt die Preise. So muss mit einer deutlichen Erhöhung der iranischen Ölförderung gerechnet werden und auch ein Ausbau der Förderaktivitäten Saudi-Arabiens und Russlands ist nach dem Scheitern der Doha-Gespräche wahrscheinlich geworden. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg könnte Saudi-Arabien die eigenen Ölausfuhren auf bis zu zwölf Millionen Barrel pro Tag erhöhen und könnte dafür die Förderung auf einem saudischen Ölfeld bereits bis Ende Mai spürbar ausweiten.

Aussicht und Empfehlungen

Preisdrückende Aussichten und Nachrichten finden zurzeit wenig Beachtung am stark spekulationsgetriebenen Ölmarkt. Eine belastbare Empfehlung für die künftige Entwicklung der Heizölpreise ist daher zurzeit schwer abzugeben. Sollte sich der Markt wieder auf die Fundamentaldaten besinnen, so könnten die Ölpreise, besonders nach dem jüngsten stark übertriebenen Preisanstieg, weiter nachgeben. Dagegen spricht die eher bullische Stimmung der Börsenhändler. Dennoch halten wir zumindest eine kurzfristige Kurskorrektur und einen Rückgang der Rohöl- und Heizölpreise in den kommenden Tagen weiterhin für realistisch. Mittel- bis langfristig, also im Laufe der zweiten Jahreshälfte, sind jedoch durchaus steigende Ölpreise denkbar. Weitsichtige Heizölkunden, die noch Platz im Öltank haben, sollten daher in den kommenden Wochen eine frühzeitige Bestellung für die nächste Heizsaison in Betracht ziehen.

Zurück