Heizölpreise gaben zum Wochenauftakt nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Start der neuen Woche haben die Heizölpreise ihren rasanten Anstieg der letzten Wochen zunächst gestoppt und sind im bundesweiten Durchschnitt um knapp 0,4 Cent/Liter gefallen. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet bei den tanke-günstig Partnerhändlern somit aktuell 52,47 €uro pro 100 Liter. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung sind heute überwiegend Preisrückgänge feststellbar. Lediglich in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt kletterten die Heizölpreise um 0,1 bis 0,8 Cent/Liter. In allen Bundesländern gaben die Heizölpreise nach, dabei waren die kräftigsten Preisnachlasse mit gut 0,8 Cent/Liter bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Brandenburg und Berlin zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Am Freitag und Montagmorgen sind die Rohölpreise gefallen, was mit einer Gegenbewegung zu dem massiven Preisanstieg im Wochenverlauf begründet wurde. In dieser Woche könnte sich nun zeigen, wie nachhaltig der jüngste Preisanstieg am Ölmarkt ist. Nach den kräftigen und rein auf Spekulationen beruhenden Preisanstiegen im August, erwarten viele Analysten nun eine spürbare Preiskorrektur nach unten. Allerdings sind die Gewinnmitnahmen am Freitag doch recht zurückhaltend ausgefallen, was nahe legt, dass Börsenhändler noch weiteres Potential nach oben sehen. Es braucht daher zurzeit wohl noch einen stärkeren Impuls um eine Verkaufswelle auszulösen, die zu stärker fallenden Ölpreisen führen würde.

Zum heutigen Wochenauftakt konnte der rasante Anstieg der Ölpreise aber zumindest schon gestoppt werden. Während sich die Ölpreise am Freitag nur wenig verändert hatten, gaben sie heute Morgen im frühen Handel nach. Insgesamt ging die europäische Ölsorte BRENT um 0,9 $/b zurück und wurde mit 49,9 Dollar/Barrel am Montagmorgen wieder unter der 50-Dollar-Marke gehandelt. Auch die US-Ölsorte WTI drehte ins Minus, gab um 0,7 $/b und notierte am Montagmorgen bei 47,6 Dollar/Barrel.

Seit Anfang August sind die Ölpreise um massive 20 Prozent gestiegen. An den fundamentalen Marktdaten hat sich in den letzten drei Wochen jedoch kaum etwas verändert, so dass allgemein von einem stark spekulationsgetriebenen Ölpreisanstieg ausgegangen wird. Als Grund wird weiterhin ein informelles Treffen der OPEC mit anderen wichtigen Ölförderländern genannt, auf welchem im September über eine Förderbegrenzung gesprochen werden soll. Obwohl die Erfolgsaussichten von nahezu allen Marktbeobachtern als unwahrscheinlich eingestuft werden, besonders aufgrund von politischen Konflikten zwischen wichtigen OPEC-Mitgliedern und konträrer Zielvorstellungen, haben Spekulanten die Stimmung am Ölmarkt zuletzt aufgegriffen und die Ölpreise in die Höhe getrieben. Allerdings zeigt sich die weltweite Ölnachfrage zurzeit eher schwach, das Ölangebot wird hingegen stetig weiter erhöht. Neben den OPEC-Ländern Saudi-Arabien, Irak und Iran fördert auch Russland auf einem Rekordhoch und in den USA ist seit acht Wochen ein Anstieg der aktiven Ölbohrlöcher und somit eine Erholung der zuletzt angeschlagenen Schieferölförderung zu verzeichnen.

Am Devisenmarkt hat der €uro nach seinem überraschenden Höhenflug gegen die Ölwährung Dollar zuletzt wieder nachgegeben. Auch wenn eine weitere Zinsanhebung durch die US-Notenbank FED im kommenden Monat eher unwahrscheinlich ist, rechnen viele Analysten damit, dass die FED bis zum Jahresende weitere Schritte bei der Zinsanhebung in den USA unternehmen wird.

Aussicht und Empfehlungen

Mit aktuell 52,5 Cent/Liter kann nicht von einem guten Kaufzeitpunkt gesprochen werden, auch weil es eine ganze Reihe von Indikatoren gibt, die dafür sprechen, dass wir in den kommenden Wochen wieder günstigere Heizölpreise sehen werden. So haben die Rohölpreise nach den kräftigen Preisanstiegen der letzten Tage nun wieder viel Luft nach unten. Zumindest ist der Weltölmarkt weiterhin überversorgt, was die Preise unter Druck setzen sollte, wenn sich der Ölmarkt von den finanzmarktgetriebenen Impulsen entkoppeln kann. Sollten sich Börsenhändler jedoch nicht auf die preisdrückenden Fundamentaldaten besinnen, so kann auch ein Anstieg nicht ausgeschlossen werden.

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