Heizölpreise gaben zum Wochenauftakt nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise am Wochenende gestiegen sind, haben sie zum Start der neuen Woche im bundesweiten Durchschnitt um rund 0,7 Cent/Liter nachgegeben. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 50,65 €uro pro 100 Liter. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung kam es im Vergleich zu Freitagmorgen zu deutlichen Preisbewegungen. In fünf Bundesländern legte die Heizölpreise zu und hierbei mit rund 0,7 Cent/Liter am kräftigsten in Bayern und im Saarland. In den übrigen elf Bundesländern waren hingegen teilweise deutliche Preisrückgänge zu verzeichnen. Mit rund 1,1 Cent/Liter entfielen die größten Preisnachlässe auf die tanke-günstig Partnerhändler in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind am Freitag deutlich gesunken, legten heute Morgen im frühen Handel dann jedoch leicht zu. Am Markt wurde von einer leichten Gegenbewegung zum deutlichen Preisrückgang vom Freitag gesprochen. Im Vergleich zu Freitagmorgen notierten die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI heute Morgen rund einen Dollar je Barrel leichter. BRENT stand somit am Montagmorgen bei 46,3 Dollar/Barrel und auch die amerikanische Ölsorte WTI wurde bei 44,8 Dollar/Barrel gehandelt.

Die in der vergangenen Woche preisstützend ausgefallenen Daten aus den USA waren am Ölmarkt bis zum Freitagmittag eingepreist. Sowohl der schwächere US-Dollar wie auch die erneut überraschend deutlich gesunkenen US-Öllagerdaten übten daher keinen Preisdruck mehr aus, weshalb sich Händler wieder neuen Meldungen zum weiterhin im Fokus stehenden OPEC-Meeting zuwendeten. Da OPEC-Leader Saudi-Arabien einer Förderbegrenzung weiterhin nur zustimmen will, wenn auch der Iran seine Ölförderung auf dem jetzigen Level einfriert, dies jedoch von iranischer Seite klar verneint wird, erwarten die Saudis keine Einigung bei dem in dieser Woche stattfindende OPEC-Treffen in Algerien.

Insgesamt bleibt die Stimmung am Ölmarkt somit eher gedrückt, weil in diesem Jahr wohl nicht mehr damit gerechnet werden muss, dass die Überversorgung des Weltölmarktes enden wird. Die sich hartnäckig haltenden Spekulationen über einen preisstützenden Markteingriff der OPEC sollten in dieser Woche endlich ein Ende finden, wenn das informelle Meeting der OPEC der Vergangenheit angehört und das von nahezu alle Marktbeobachtern prognostizierte Scheitern der Verhandlungen eingetreten ist. Man darf jedoch gespannt sein, wie deutlich sich ein solches Scheitern auf die Ölpreise auswirken wird.

Aussicht und Empfehlungen

Jahreszeitenbedingt hat die Heizölnachfrage etwas angezogen, zeigt sich jedoch weiterhin vergleichsweise ruhig, denn viele Verbraucher warten ab und spekulieren auf fallende Heizölpreise. Diese Vorgehensweise erscheint aktuell auch vielversprechend zu sein, denn viele Indikatoren lassen auf fallende Rohölpreise hoffen. Dass die Heizölpreise im Zuge dessen nochmal auf ihre Rekordtiefststände vom Jahresbeginn fallen, sollte man zwar nicht erwarten. Ein Tief, in der Größenordnung von Anfang Augst, könnte sich jedoch erneut ausbilden.

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