Heizölpreise gaben zum Wochenauftakt leicht nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Start der neuen Woche gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,2 Cent/Liter nach. Regional zeigte sich in den verschiedenen Bundesländern eine unterschiedliche Entwicklung der Heizölpreise. In sechs Bundesländern legten die Heizölpreise zwischen knapp 0,1 ct/l in Mecklenburg-Vorpommern und bis zu 0,5 Cent/Liter in Brandenburg, Berlin, Sachsen und Thüringen zu. In den verbleibenden zehn Bundesländern blieben die Heizölpreise konstant oder gaben nach. Hierbei entfielen die geringsten Preisnachlässe mit rund 0,1 ct/l auf Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Die deutlichsten Preisrückgänge in Höhe von gut 1,2 Cent/Liter waren bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Baden-Württemberg und Bayern feststellbar.

Bei den wichtigsten Rohölsorten war auf den heutigen Montag eine unterschiedliche Entwicklung zu verzeichnen. Während die US-Sorte WTI erneut nachgab, kletterte die europäische Leitsorte BRENT um 0,7 Dollar/Barrel. Da jedoch Gasöl, das börsengehandelte Vorprodukt von Heizöl leicht gesunken war, gingen auch die Heizölpreise heute zurück. Als Grund für den Anstieg von BRENT wurden die verachtenswerten Terroranschläge in Paris und der nun zu erwartende Gegenschlag Frankreichs genannt. Dieser Gegenschlag könnte eine Verschärfung des Syrienkonflikts und somit auch einen Rückgang des globalen Ölangebotes bedeuten. Allerdings sind die Ölexporte aus den betroffenen Regionen nicht so entscheidend, dass sie durch die aktuelle Überversorgung nicht leicht kompensiert werden könnten. Deshalb fiel der Anstieg letztlich auch nicht so stark aus und BRENT wurde am Montagmorgen mit 44,8 $/b weiterhin auf niedrigem Level gehandelt. Insgesamt blieben die Reaktionen an den Finanzmärkten auf die Terroranschläge in Paris bislang begrenzt.

Bei einem Blick auf die vergangene Woche ist feststellbar, dass am Ölmarkt der stärkste Wochenrückgang seit rund acht Monaten zu verzeichnen war. So gaben die Rohölpreise innerhalb von einer Woche um insgesamt knapp neun Prozent nach, was auf das weiterhin hohe Angebot auf dem Weltölmarkt und den starken Dollar zurückgeführt werden kann. Die Schätzungen der Überversorgung liegen aktuell zwischen 0,5 und 3,0 Mio. Barrel/Tag. Zudem sind die Öllager weltweit gut gefüllt. In den OPEC-Ländern sollen die Rohölvorräte bereits über den Stand von Anfang 2009 angewachsen sein, als die globale Wirtschafts- und Finanzkrise herrschte. Dementsprechend ist der OPEC-Basketpreis unter 40 $/b gefallen. Am Devisenmarkt gab der €uro seine zuvor gegen den Dollar erkämpften Gewinne wieder ab, denn immer mehr Experten gehen von einer US-Zinserhöhung im Dezember aus. Zudem sieht sich die US-Notenbank FED wohl durch die jüngsten Konjunkturdaten und den sich positiv entwickelnden Arbeitsmarkt für diesen Schritt bestätigt.

Durch die deutlichen Preisrückgänge der vergangenen Woche befinden sich die Heizölpreise aktuell wieder auf einem attraktiven Preisniveau. Zwar ist ein weiterer Rückgang der Heizölpreise in den nächsten Tagen nicht ausgeschlossen, aber der Spielraum nach unten ist nun wieder stark begrenzt. Ein neues Jahrestief wird aufgrund des aktuell schwachen €uros wohl nicht erreicht werden. Daher empfehlen wir die derzeit niedrigen Heizölpreise für eine Bestellung zu nutzen. Dies schätzen nun wohl auch wieder viele Verbraucher so ein, denn nach einer Flaute in den ersten beiden Novemberwochen hat die Nachfrage am Wochenende spürbar angezogen.

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