Heizölpreise gaben weiter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Dienstag haben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,3 Cent/Liter nachgegeben. Damit sind die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler, bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl, auf aktuell 48,90 €uro pro 100 Liter Heizöl gesunken. Bei der regionalen Betrachtung zeigte sich heute ein zweigeteiltes Bild bei der Entwicklung der Heizölpreise. So gaben die Preise in der Hälfte der Bundesländer nach und in der anderen Hälfte legten sie zu. Allerdings fielen hierbei die Preisrückgänge deutlich höher aus. So gingen die Heizölpreise in Baden-Württemberg und Bayern mit rund 0,8 Cent/Liter am kräftigsten zurück. Die höchsten Preisansteige betrugen hingegen nur 0,1 Cent/Liter und waren in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen und Thüringen zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem die Nachrichtenagentur Reuters gestern berichtete, dass die Förderung der OPEC-Staaten im April auf 32,64 Mio. Barrel/Tag gestiegen sein dürfte, gerieten die Ölpreise unter Druck. Zwar musste bereits im Vorfeld mit einem weiteren Anstieg der russischen Ölförderung und der OPEC-Ölfördermengen gerechnet werden, allerdings hatten dies Börsenhändler in den letzten Wochen stets erfolgreich ignoriert und die Rohölpreise im April um mehr als 20 Prozent nach oben getrieben. Nun verdichten sich jedoch die Anzeichen, dass die Ölförderung der OPEC nur noch knapp unter einem Allzeithoch liegt und dass auch Russland seine Ölexporte ausgeweitet hat, nachdem im April die Gespräche zur Förderbegrenzung in Doha krachend gescheitert waren.

Dennoch hat die Stimmung der Börsenhändler bisher nicht so richtig gedreht und der große Ausverkauf am Ölmarkt blieb aus. Obwohl die Ölnotierungen zuletzt um rund 20 Prozent gestiegen waren, halten sich Händler mit Gewinnmitnahmen aktuell eher zurück. So legten die Ölpreise am Dienstagmorgen sogar wieder leicht zu. Dennoch gehen viele Analysten davon aus, dass die Ölpreise aktuell ein beträchtliches Kurskorrekturpotential nach unten haben, wenn die anhaltende Überversorgung und die reichlich vorhandenen, preisdrückenden Nachrichten an den Börsen wieder zur Kenntnis genommen werden. Lediglich der schwache US-Dollar gibt den Ölnotierungen weiterhin leichten Rückenwind.

Am Devisenmarkt erlebt der €uro zurzeit einen regelrechten Höhenflug. Bedingt durch Spekulationen darauf, dass die US-Notenbank FED wohl so schnell doch keine Zinserhöhungen in den USA vornehmen wird, wurde der Dollar in den vergangenen Tagen stark unter Druck gesetzt. Am heutigen Dienstagmorgen stand der €uro gegen den Dollar bei 1,156 Dollar/€uro. Damit notierte der €uro seit Anfang 2015 nur an einem Tag im August des letzten Jahres höher als heute Morgen.

Aussicht und Empfehlungen

In den letzten Tagen konnte der massive Anstieg der Rohöl- und Heizölpreise zwar gestoppt werden, eine deutliche Kurskorrektur nach unten hat bisher jedoch auch nicht eingesetzt. Weiterhin wollen sich spekulative Anleger nicht wirklich aus dem Ölmarkt zurückziehen. Auch wenn die fundamentalen Marktdaten zurzeit eindeutig für nachgebende Ölpreise sprechen, kann daher nicht mit Gewissheit von einem Preisrückgang ausgegangen werden. Nach der jüngsten übertriebenen Preisrally halten wir Preisnachlässe aktuell dennoch für etwas wahrscheinlicher und raten daher mit einer Bestellung zu warten.

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