Heizölpreise gaben weiter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach den Osterfeiertagen sind die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,8 Cent/Liter gefallen, was die gemittelten Heizölölpreise bei den tanke-günstig Partnerhändlern am heutigen Dienstag auf 45,19 €uro/100 Liter sinken ließ. Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise waren heute in allen Bundesländern flächendeckend Preisnachlässe zu verzeichnen. Die kräftigsten Preisrückgänge entfielen mit 0,9 bis 1,0 Cent/Liter auf die tanke-günstig Partnerhändler in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt.

Entwicklungen am Ölmarkt

Wenig überraschend waren die Ölpreise vor den Osterfeiertagen gesunken, weil Händler vor dem langen Wochenende noch Gewinne mitnahmen. Auch am gestrigen Montag und heute Morgen knüpften die Ölpreise an die Verluste der Vortage an. Gestützt wurden die Preisrückgänge durch die Meldung des US-Energieministeriums, dass die amerikanischen Öllager in der letzten Woche auf ein neues Rekordhoch geklettert sind. Zudem sorgte der stärkere Dollar für einen Nachfragerückgang im Ölhandel außerhalb des Dollarraums, was auch auf die Preise drückte.

Die Ölproduktion in den USA zeigt sich hingegen weiterhin robust. Da die Aussicht auf eine womöglich stärker fallende US-Ölförderung ein wichtiger Grund für die jüngsten Preisanstiege am Ölmarkt war, könnte nun wieder eine Gegenbewegung einsetzen und die Ölpreise könnten Kursrücksetzer erfahren, besonders weil der letzte Preisanstieg weniger auf Fundamentaldaten sondern hauptsächlich auf Spekulationen beruhte. Zudem erwartet kaum ein Börsenhändler, dass sich durch die Mitte April in Doha zu beschließenden Vereinbarungen zur Förderbegrenzung einiger OPEC-Staaten und Russland etwas an der Überversorgung des Weltölmarktes ändert.

Insgesamt herrscht am Markt Unsicherheit über die weitere Richtung der Ölpreise. Nach den kräftigen Anstiegen in den vergangenen Wochen, sehen Analysten nun wieder eine wachsende Wahrscheinlichkeit für Kurskorrekturen nach unten oder zumindest eine deutliche Reduzierung des Aufwärtspotentials. Börsenhändler warnen bereits davor, dass der jüngste Liquiditätszufluss dem Ölhandel wieder entzogen werden könnte, denn dann wären auch kräftigere Preisrückgänge nicht ausgeschlossen. Auf den heutigen Dienstag waren jedoch nur geringfügige Preisrückgänge in Höhe von knapp 0,2 Dollar/Barrel bei BRENT und WTI zu verzeichnen. Beide Leitsorten notierten am Dienstag aber wieder unter der 40-Dollar-Marke. BRENT wurde am Morgen bei 39,9 und WTI bei 39,1 Dollar/Barrel gehandelt.

Aussicht und Empfehlungen

Auch wenn der Weltölmarkt weiterhin überversorgt bleibt und die fundamentalen Marktdaten gegen steigende Ölpreise sprechen, so muss zurzeit abgewartet werden ob die zuletzt preistreibende Stimmung an den Börsen nun wieder dreht. Die letzten Rückgänge der Ölpreise lassen diesen Schluss noch nicht zu, da Händler vor Feiertagen häufig noch Gewinne einstreichen und dadurch die Notierungen traditionell fallen. Daher ist es wichtiger zu sehen in welche Richtung die Rohölpreise in dieser Woche tendieren werden. Sollten die Ölpreise nachgeben ist auch ein stärkerer Rückgang kurzfristig nicht ausgeschlossen. Längerfristig sollte man sich jedoch auf tendenziell steigende Ölnotierungen und ein entsprechend höheres Preisniveau in der zweiten Jahreshälfte einstellen.

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