Heizölpreise gaben um weitere gut 0,4 ct/l nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auch auf Dienstag setzten die Heizölpreise den leichten Rückgang der letzten Tage weiter fort. So gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,4 Cent/Liter nach. Auch bei der regionalen Betrachtung war in allen Bundesländern ein flächendeckender Preisrückgang feststellbar, welcher auch in seiner Höhe recht ähnlich ausfiel. So war der geringste Preisnachlass mit rund 0,1 ct/l in Brandenburg und Berlin feststellbar und der höchste Rückgang der Heizölpreise entfiel mit knapp 0,6 ct/l auf Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Insgesamt war die Stimmung am Ölmarkt gestern bärisch, da einem anhaltend hohem Angebot eine schwächelnde Nachfrage gegenüber steht. Auf der Angebotsseite machte OPEC-Leader Saudi-Arabien zuletzt deutlich, dass es gewillt ist das Angebot hoch zu halten und daher bei anziehender Nachfrage seine Ölexeporte ausweiten will. Auch außerhab der OPEC befindet sich die Ölförderung weiterhin auf einem hohen Level und ein Rückgang ist trotz niedriger Ölpreise nicht in Sicht. Die Nachfrageseite schwächelt hingegen, da die wichtigsten Volkswirtschaften der Welt nur einen schleppendes Wachstum aufweisen. Vor allem aus China und den USA, aber auch aus der EU und Japan kamen zuletzt relativ schwache Wirtschaftsdaten. In der Eurozone belastet zudem das Drama um Griechenland die Wirtschaftsaussichten. Dennoch verzeichneten die Rohölnotierungen auf den heutigen Dienstag einen spürbaren Anstieg. So kletterte die europäische Leitsorte BRENT um 0,7 $/b und stand am Dienstagmorgen bei 64,3 Dollar/Barrel. Als Gegengewicht zu den gestiegenen Rohölpreisen kamen vom Devisenmarkt preismindernde Impulse. Denn hier legte der €uro erneut gegen den Dollar zu, da die US-Konjunkturdaten zuletzt wieder hinter den Erwartungen gebliebenen waren. Insgesamt überwogen die Währungsgewinne den Ölpreisanstieg, so dass die Heizölpreise mit Abschlägen in den Tag starteten.

In den kommenden Tagen wären die Aussichten auf sinkende Heizölpreise recht gut, wenn man den Einfluss des Geldes außer Acht lassen würde. Einerseits droht durch einen möglichen Grexit ein Chaos an den Finanzmärkten, mit unvorhersehbaren Folgen. Und andererseits fördert die lockere Geldpolitik der Notenbanken Spekulationsblasen auch am Ölmarkt. Beide Faktoren haben somit direkten Einfluss auf die Ölpreise und machen eine Prognose der Heizölpreise derzeit unsicher. Wer kein Risiko eingehen will, der findet im Vergleich zu den Vorjahren aktuell ein sehr gutes Preisniveau vor und auch im Vergelich mit den etzten Monaten befinden sich die Heizölpreise auf einem attraktivem Level.

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