Heizölpreise gaben um weitere 1,3 ct/l nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise in den letzten Tagen bereits spürbar nachgegeben hatten, war auch auf den heutigen Freitag eine weiterer kräftiger Preisrückgang zu verzeichnen. Im bundesweiten Durchschnitt gingen die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändlern um weitere knapp 1,3 Cent/Liter zurück. Auch bei der regionalen Betrachtung war in allen Bundesländern ein flächendeckender Preisrückgang feststellbar. Lediglich in Bayern veränderten sich die Heizölpreise im Vergleich zu gestern nicht. Dafür sanken die Preise bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland um unglaubliche 3,0 bis 3,6 Cent/Liter. Dagegen sahen die ebenfalls deutlichen Rückgänge in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen in Höhe von 1,2 bis 1,9 ct/l vergleichsweise gering aus.

Am Ölmarkt hat die zuvor spekulationsgetriebene Stimmung einer sich wieder mehr auf Fundamentaldaten besinnenden Einschätzung Platz gemacht. So hat sich in den letzten Wochen eigentlich nicht viel an der Nachrichtenlage geändert, aber jetzt werden die preisdrückenden Meldungen an den Börsen zur Kenntnis genommen. Denn überversorgt war der Markt in den letzten Wochen ebenfalls und auch damals war zu erwarten, dass die OPEC keine Kürzung ihrer Förderquoten vornehmen würde und das die US-Ölförderung besser mit den niedrigen Ölpreisen leben kann als zuvor erwartet wurde. Auch quellen die US-Öllager bereits seit Monaten über. In Summe lässt sich daher wohl zusammen fassen, dass sich in der vergangenen Woche nicht der Weltölmarkt verändert hat sondern lediglich die Bewertungen der Trader. Im Ergebnis spielt dies für die hiesigen Heizölverbraucher aber eine untergeordnete Rolle, entscheidend ist heute nur, dass die europäische Leitsorte BRENT einen Rückgang um weitere 1,6 $/b verzeichnete und somit am Freitagmorgen bei 62,1 Dollar/Barrel stand. Am Devisenmarkt stützte IWF-Chefin Lagarde mit zwei Aussagen den €uro, welcher weiterhin bei gut 1,12 $/€ steht. So senkte der IWF die Prognosen für das Wirtschaftswachstum in den USA und forderte die FED auf ihre Leitzinserhöhung nicht mehr in diesem Jahr vorzunehmen. Außerdem gewährte Lagarde der griechischen Regierung einen Aufschub bei der Schuldentilgung, so dass Athen wieder einen Monat Zeit gewonnen hat und erst dann seine im Juni anstehenden Raten gebündelt zurückzahlen darf.

Die Heizöl-Nachfrage zeigt sich weiterhin von der ruhigen Seite. Viele Verbraucher halten die Preisbewegungen im Auge und spekulieren auf sinkende Heizölpreise. Die ansonsten in den letzten Wochen übliche Gegenbewegung auf die Preisrückgänge am Rohölmarkt blieben bisher aus. Und sollte auch heute noch keine preissteigernde Reaktion an den Ölbörsen erfolgen, so könnte sich der aktuelle Preiseinbruch in der kommenden Woche sogar noch ausweiten. Wer etwas Risikofreude mitbringt, der sollte mit einer Bestellung noch warten und auf weiter sinkende Heizölpreise setzen. Kunden mit weniger Freude am Spekulieren finden derzeit aber auch schon einen guten Kaufzeitpunkt zu den niedrigsten Heizölpreisen in den letzten knapp zwei Monaten vor.

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