Heizölpreise gaben um weitere 0,8 Cent/Liter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf Dienstag gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere knapp 80 Cent je 100 Liter nach. Regional zeigte sich ebenfalls ein flächendeckender Preisrückgang in allen Bundesländern. Bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl, fiel der Preisnachlass in Bayern mit rund 0,2 Cent/Liter mit Abstand am geringsten aus. Die kräftigsten Rückgänge der Heizölpreise waren hingegen mit rund 1,1 Cent/Liter bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Nordrhein-Westfalen und Thüringen zu verzeichnen.

Am Ölmarkt war gestern nicht der befürchtete Einstieg von Spekulanten festzustellen, so dass sich der Markt weiter den preisdrückenden Fundamentaldaten zugewendet hat. Weiterhin belastet die Sorge vor einer ernsten Konjunkturflaute in China den Handel am Ölmarkt, denn ein mäßiges Wirtschaftswachstum in China lässt eine schwächere Rohöl-Nachfrage in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt erwarten. Außerdem wirkt sich die lahmende Konjunktur Chinas auch global aus, wie der Internationalen Währungsfonds (IWF) gestern bekräftigte. Dessen Präsidentin Lagarde korrigierte die Prognose für das globale Wirtschaftswachstum des laufenden und das kommenden Jahres nach unten. Besonders die schwächere Entwicklung in wichtigen Schwellenländern sorgte dafür, dass die zuvor gültige Prognose von 3,3 Prozent nicht mehr zu halten sei. Diese Nachricht wurde an den Aktien- und Rohstoffbörsen sofort aufgenommen, so dass auch die Rohölnotierungen in der Folge weiter unter Druck gerieten. Dementsprechend gab die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Dienstag um weitere 0,6 $/b nach und wurde am Morgen bei 47,4 Dollar/Barrel gehandelt. Von der schwächelnden globalen Wirtschaft abgesehen, gab es sonst kaum neue Meldungen, so dass sich Anleger zumindest bis zu den morgen anstehenden, neuen DOE-Daten über die US-Öllagerbestände zurückhalten werden. Am Devisenmarkt konnte der €uro erstaunlich deutlich gegen die Ölwährung Dollar zulegen. Einige Devisenhändler scheinen darauf zu spekulieren, dass die schwächere Prognose für die Weltwirtschaft die FED dazu bewegen wird die geplante Leitzinserhöhung in den USA doch noch in das kommende Jahr zu schieben.

Genau vor einem Jahr, am 29.09.2014 standen die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt bei 80,7 Cent/Liter. Im Vergleich dazu sind die aktuellen Heizölpreise mit im Mittel 56 Cent/Liter sensationell günstig. Allerdings hat im Oktober des vergangenen Jahres auch erst der Kampf um Marktanteile auf dem Weltölmarkt und die rasante Talfahrt der Ölpreise begonnen. Schaut man in die jüngere Vergangenheit, so kann jedoch auch festgestellt werden, dass die Heizölpreise nur an wenigen Tagen des zurückliegenden halben Jahres niedriger waren als heute. Da wir zudem in den kommenden Wochen weiterhin das Risiko von steigenden Rohöl- und Heizölpreisen sehen, raten wir aktuell das günstige Preisniveau für eine Bestellung zu nutzen.

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