Heizölpreise gaben um weitere 0,7 Cent/Liter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach den Jahreshöchstständen der vergangenen Woche, haben die Heizölpreise zum Ende der zurückliegenden und zum Start der neuen Handelswoche spürbar nachgegeben. So sanken die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler auf den heutigen Montag im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,7 Cent/Liter. Mit aktuell 52,99 €uro pro 100 Liter Heizöl liegen die Heizölpreise somit heute wieder rund einen Cent unter dem derzeitigen Jahreshoch. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren zum Wochenstart in allen Bundesländern Preisrückgänge feststellbar. Am geringsten gingen die Heizölpreise mit 0,3 Cent/Liter in Sachsen und Thüringen zurück. Die kräftigsten Preisnachlässe in Höhe von 1,3 bzw. 1,1 Cent/Liter waren heute in Baden-Württemberg und dem Saarland zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem die Nordsee-Ölsorte BRENT nahezu im gesamten Juni und in der letzten Woche auch die US-Sorte WTI über der 50-Dollar-Marke notierte, ging es für die beiden Leitsorten seit Donnerstag erstmal wieder nach unten. Auch zum Start der neuen Handelswoche knüpften die Rohölpreise an ihre Verluste an und gaben auf den heutigen Montag jeweils um spürbare 1,7 Dollar/Barrel nach. Mit 48,5 $/b wurde WTI somit am Montagmorgen wieder klar unter der 50-Dollar-Marke gehandelt und auch die europäische Leitsorte BRENT stand am Montagmorgen nur noch bei exakt 50 Dollar/Barrel.

Die Gegenbewegung zu den zuvor rasanten Anstiegen der Ölpreise ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Zum einen belastet der zuletzt wieder an Wert zulegende Dollar die Ölnotierungen, weil die stärkere US-Währung zu einer schwächeren Ölnachfrage außerhalb des Dollarraums führt. Zudem sorgten auch die allgemein schlechtere Stimmung an den Finanzmärkten und die baldige Normalisierung der Ölproduktion in Kanada für einen Rücksetzer am Ölmarkt. Darüber hinaus erklärten Händler den jüngsten Preisdruck mit Daten vom US-Ölmarkt. Dort haben die steigenden Ölpreise zu einem Anstieg der laufenden Förderanlagen geführt. Laut den Zahlen des Ölfeld-Ausrüsters Baker Hughes stieg die Zahl der Bohrlöcher in den USA um drei auf 328 Anlagen. Dies war der zweite Wochenanstieg in Folge. Für die Gesamtförderung spielt der leichte Anstieg zwar kaum eine Rolle, dennoch kann die Zunahme der Förderanlagen als Zeichen gewertete werden, dass die Schieferölförderer in den USA in den Startlöchern stehen um Förderanlagen in Betrieb zu nehmen sobald die Ölpreise anziehen.

Aussicht und Empfehlungen

Neben den ungeplanten Produktionsausfällen in einigen Ölförderländern hat vor allem der schwächere Dollar dazu geführt, dass sich die Ölpreise in den vergangenen Woche zu neuen Jahreshöchstständen aufgeschwungen hatten, was in der Folge auch die Heizölpreise mit in die Höhe zog. Aktuell legt der Dollar aber wieder zu, die Förderung in Kanada normalisiert sich und einige Förderländer des Nahen Ostens weiten ihre Ölexporte aus. Zudem führt die insgesamt schlechtere Stimmung an den Finanzmärkten zu mehr Zurückhaltung bei den Spekulanten. Dies könnte die Heizölpreise in den kommenden Tagen nochmal auf ein attraktiveres Preisniveau fallen lassen.

Zurück