Heizölpreise gaben um weitere 0,6 Cent/Liter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach dem gestrigen Preisrückgang gaben die Heizölpreise auch zur Wochenmitte ein weiteres Mal nach. Mit weiteren 0,6 Cent/Liter fiel der Preisnachlass im bundesweiten Durchschnitt sogar überraschend deutlich aus. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit bei den tanke-günstig Partnerhändlern im Mittel aktuell 57,21 €uro pro 100 Liter Heizöl.

Bei der regionalen Entwicklung der Heizölpreise zeigte sich heute ein einheitliches Bild. So waren in allen Bundesländern Preisrückgänge zu verzeichnen. Die geringsten Preisnachlässe waren dabei mit 0,2 bis 0,3 Cent/Liter in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu verzeichnen. Die kräftigsten Preisrückgänge entfielen hingegen mit 0,8 bis 0,9 Cent/Liter auf Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

Entwicklungen am Ölmarkt

Nach dem rapiden Preisanstieg der zurückliegenden Woche sind die Ölpreise am Dienstag und auch am Mittwochmorgen spürbar gefallen. Eine solche Gegenbewegung ist nichts ungewöhnliches, denn sie beruht hauptsächlich darauf, dass Börsenhändler „ihre Schäfchen ins Trockene bringen“ und die guten Gewinne der letzten Tage einfahren. Dementsprechend kommt es zu Verkäufen und die Ölpreise geben nach. So ging die Nordsee-Ölsorte BRENT auf den heutigen Mittwoch um knapp 1,0 $/b zurück und notierte am Morgen bei 53,8 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI gab um 0,8 $/b und wurde am Mittwochmorgen bei 50,7 Dollar/Barrel gehandelt.

Preisdrückend wirkte gestern aber auch die Nachricht, dass die Ölfördermenge der OPEC im November höher war als von Analysten angenommen, was die beschlossene Förderreduzierung zusätzlich erschwert. So lag die OPEC-Ölproduktion laut einer Erhebung von Reuters im November auf einem neuen Rekordniveau in Höhe von 34,2 Mio. Barrel pro Tag. Dies rief sofort wieder die Skeptiker des OPEC-Deals aufs Parkett, sollte aber wohl zunächst nicht überbewertet werden, denn schließlich ist der Beschluss erst eine Woche alt und eine Ölförderung lässt sich nicht von heute auf morgen einstellen.

Unterdessen treffen sich Vertreter der OPEC am Wochenende mit weiteren Ölförderländern wie Mexiko und Kasachstan um wohl auch diese zu einer Förderkürzung zu motivieren. So will die OPEC zusätzlich zu der bereits zugesagten russichen Förderreduzierung um 0,3 Mio. Barrel/Tag, wohl eine weitere Kürzung der Ölförderung von Nicht-OPEC-Ländern in Höhe von insgesamt 0,6 Mio. Barrel/Tag erreichen.

Aus den USA kamen gestern preisdämpfende Impulse, so hat das US-Energieministerium, auch bedingt durch die jüngsten Entwicklungen bei der OPEC und durch die Wahl von Donald Trump, gestern seine Prognosen für die US-Rohölproduktion im laufenden und im kommenden Jahr angehoben. Zudem meldete das API einen Aufbau der US-Rohöllager in Höhe von 2,6 Mio. Barrel. Heute Nachmittag wird dann das DOE die offiziellen Öllagerdaten der USA verkünden.

Aussicht und Empfehlungen

Nach den massiven Preisanstiegen der zurückliegenden Woche, haben die Heizölpreise in den letzten zwei Tagen wieder nachgegeben. Dies liegt hauptsächlich daran, dass kurzfristig orientierte Börsenhändler zurzeit ihre erzielten Gewinne aus dem rapiden Anstieg der Ölpreise mitnehmen. Dadurch sinken die Rohölpreise und drücken somit auch die Heizölpreise nach unten. Außerdem konnten die Heizölpreise in den letzten Tagen auch von Währungsgewinnen des €uro profitieren. Wer zurzeit mit dem Gedanken spielt Heizöl zu bestellen, für den kann es sich aktuell wieder lohnen noch etwas zu warten. Langfristig gesehen bleibt es jedoch dabei, dass eine Bestellung noch in diesem Jahr tendenziell günstiger ausfallen wird als im nächsten Jahr.

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